Chipfirma mit nur 30 Angestellten kassiert knapp 230 Millionen Euro an Fördergeldern

Aachen - In Deutschlands Halbleiter-Branche unterstützt der Staat eine weitere Firma mit satten Subventionen. Das Aachener Start-up Black Semiconductor erhält einen Förderbescheid über insgesamt 228,7 Millionen Euro vom Bund und Land Nordrhein-Westfalen.

Das Aachener Start-up Black Semiconductor entwickelt ein innovatives Verfahren, um die Datenübertragung von Chips zu beschleunigen.
Das Aachener Start-up Black Semiconductor entwickelt ein innovatives Verfahren, um die Datenübertragung von Chips zu beschleunigen.  © Martin Braun/Black Semiconductor/dpa

Das teilte das Landeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. Gut zwei Drittel sind vom Bund und knapp ein Drittel vom Land. Hinzu kommt Firmenangaben zufolge eine Kapitalspritze von Investoren über 25,7 Millionen Euro.

Die Firma entwickelt ein innovatives Verfahren, um die Datenübertragung von Chips zu beschleunigen und ihren Einsatz energieeffizienter zu machen. Genutzt wird Kohlenstoff (Graphen) und nicht das bislang übliche Silizium.

Dabei ist das Unternehmen noch in den Anfängen: Bis 2026 soll eine Pilotanlage gebaut werden und die Massenfertigung 2031 starten. Die Firma hat derzeit nach eigenen Angaben 30 Beschäftigte, in zwei Jahren sollen es 120 sein.

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"Der weltweite Markt um die zukünftige Entwicklung von Chips ist hart umkämpft und besonders lukrativ", sagte NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (46, Grüne). "Wir unterstützen Black Semiconductor gerne dabei, eine wegweisende Technologie weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu bringen."

Hochmoderne Chips sind die Voraussetzung für den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI), autonom gesteuerter Fahrzeuge und anderer Technologien, die immer wichtiger werden.

Deutschland unterstützt die Halbleiter-Branche, damit der Wirtschaftsstandort auch künftig wettbewerbsfähig bleibt.

Titelfoto: Martin Braun/Black Semiconductor/dpa

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