Galeria Karstadt Kaufhof in Not: Konzern will schon wieder Staatshilfen

Berlin/Essen - Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat erneut einen Antrag auf Staatshilfe gestellt. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Regierungskreisen bestätigt.

Der Warenhauskonzert Galeria Karstadt Kaufhof befindet sich mal wieder in einer existenzbedrohenden Lage.
Der Warenhauskonzert Galeria Karstadt Kaufhof befindet sich mal wieder in einer existenzbedrohenden Lage.  © Oliver Berg/dpa

Zur Höhe der beantragten Hilfen gab es zunächst keine Angaben. Galeria-Chef Miguel Müllenbach (46) hatte erst kürzlich in einem Mitarbeiterbrief gewarnt, das Unternehmen befinde sich "erneut in bedrohlicher Lage".

Der Krieg in der Ukraine und die hohe Inflation hätten Galeria Karstadt Kaufhof bei seinen zunächst vielversprechenden Sanierungsbemühungen stark zurückgeworfen.

Es ist bereits das dritte Mal innerhalb von knapp zwei Jahren, dass der Warenhauskonzern auf staatliche Hilfen zurückgreifen will. Bereits Anfang 2021 und dann noch einmal Anfang 2022 hatte das Unternehmen wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie um staatliche Unterstützung gebeten.

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Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) griff dem Traditionsunternehmen in zwei Hilfsaktionen mit insgesamt 680 Millionen Euro unter die Arme.

Kritiker bezweifeln Zukunftsfähigkeit des Warenhauses

Der Versuch des Konzerns, sich weitere Staatshilfen zu sichern, dürfte für Debatten sorgen. Schon die bisherigen Staatshilfen für den Konzern waren umstritten.

Kritiker bezweifelten die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells Warenhaus oder sahen den Galeria-Eigentümer, den österreichischen Immobilien-Milliardär René Benko (45), in der Pflicht, dem wankenden Riesen unter die Arme zu greifen.

Doch gab es auch Befürworter der Hilfspakete, etwa den Handelsverband Deutschland (HDE), der seine Unterstützung für das zweite Hilfspaket mit der Bedeutung des Konzerns für die Anziehungskraft vieler Stadtzentren begründete.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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