Von Carsten Hoefer
München - Sachsen hat nach einer neuen Studie des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW Bayern als attraktivstes Bundesland für Unternehmen übertrumpft.
Die Ökonomen sehen Sachsen insbesondere bei den Faktoren "Arbeit und Humankapital", "Finanzierung" und "Infrastruktur" gut aufgestellt.
Bayern lag in der ersten Auflage der Studie im Jahr 2022 auf Platz eins, hat aber nach Einschätzung des Forschungsinstituts in der Qualität seiner Infrastruktur und in mehreren Teilbereichen nachgelassen.
Auftraggeber der Untersuchung war die Stiftung Familienunternehmen in München.
Schlusslichter in der Gesamtwertung der dreizehn Flächenländer sind drei westdeutsche Länder: Schleswig-Holstein, das Saarland und Rheinland-Pfalz.
Den größten Sprung nach vorn machte Niedersachsen, das sich in dem Ländervergleich vom zehnten auf den dritten Platz verbesserte. Die drei Stadtstaaten wertete das ZEW separat, dabei liegt Berlin vor Hamburg und Bremen.
Nachwirkungen der deutschen Teilung überwunden
"Der neue Bundesländerindex liefert die erfreuliche Nachricht, dass gerade einige Länder im Osten die Weichen in Richtung Zukunft stellen", sagte Rainer Kirchdörfer, der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen.
Jede der fünf Kategorien in der ZEW-Studie umfasst mehrere Unterpunkte. So zählen bei "Arbeit und Humankapital" die Qualität von Schulen, Hochschulen und Kinderbetreuung dazu.
In letzterer Hinsicht schneiden Bayern und Baden-Württemberg mit den Plätzen zwölf und dreizehn besonders schlecht ab.