Bahn-Chaos im Norden: Stellwerksstörung legt wichtige Pendlerstrecken lahm
Von Britta Körber
Uelzen - Eine Stellwerksstörung im Bahnhof Uelzen führt derzeit zu erheblichen Einschränkungen im Regionalverkehr. Betroffen ist vor allem die Metronom-Linie RE3/RB31 zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Hannover Hauptbahnhof.
Auch auf der Linie RE4/RB41 zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Bremen Hauptbahnhof kommt es zu Beeinträchtigungen, wie die Metronom-Pressestelle mitteilte.
Der betroffene Streckenabschnitt in Uelzen könne derzeit nur sehr eingeschränkt befahren werden. Dadurch komme es auf der gesamten Strecke zwischen Hamburg und Hannover zu hohen Verspätungen sowie vereinzelten Teilausfällen.
Auch die Regionalstrecke zwischen Hamburg und Bremen ist betroffen, weil Züge und Zugpersonal wegen der Störung die Folgeverbindungen ab Hamburg nicht wie geplant erreichen können, wie es weiter hieß.
Auf der Metronom-Seite hieß es am späteren Abend: "Rechnet auch im Laufe des Abends und in der Nacht mit Verzögerungen sowie vereinzelten Zugausfällen. Wir arbeiten derzeit daran, den Betriebsstart am Mittwochmorgen mit den ersten Zugfahrten planmäßig zu ermöglichen."
Nahverkehr im Norden: Vorher Probleme wegen Gewittern
Bereits im Laufe des Tages war der Bahnverkehr nach teils kräftigen Gewittern in der Region beeinträchtigt. Die aktuelle Stellwerksstörung verschärfe die ohnehin angespannte Betriebslage zusätzlich und führe zu weiteren Einschränkungen, hieß es.
Auch die Deutsche Bahn informiert auf der Webseite über die Unwetterfolgen im Fernverkehr. Es komme weiterhin zu Verspätungen und Zugausfällen zwischen Hannover und Hamburg.
Fahrgäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt sowie während der Fahrt bei den digitalen Fahrplanauskünften zu informieren und die Ansagen sowie Anzeigen an den Bahnhöfen zu beachten. Wann der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden kann, sei derzeit noch nicht absehbar, hieß es von der Metronom-Pressestelle.
Reisende sollten sich allerdings auf Auswirkungen bis mindestens in die späten Abendstunden einstellen.
Titelfoto: Marcus Golejewski/TNN/dpa

