Rostiger Zufallsfund nahe der Küste: Wehrmacht-Panzer soll nach Dresden gebracht werden

Von Mirjam Uhrich

Wurster/Dresden - Relikt der Wehrmacht entdeckt! Bauarbeiter sind beim Baggern nahe der Nordseeküste zufällig auf ein Sturmgeschütz aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Es soll später nach Dresden gebracht werden.

Beim Baggern im Sand ist dieses Sturmgeschütz der Wehrmacht aufgetaucht.  © Kai Moorschlatt/dpa

Das nahezu vollständig erhaltene Panzerfahrzeug sei ein "historisch bedeutendes Fundobjekt", sagte Mariel Kubatz von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. "In der Regel findet man eher Einzelteile." 

Das rostige Sturmgeschütz war am Rande einer Böschung auf dem Gelände des Marineflugplatzes Nordholz (Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen) im trockenen Sand verbuddelt und ist deshalb hervorragend erhalten.

An einigen Stellen lässt sich noch die Tarnfarbe erkennen, an einer Seite sieht das Fahrwerk fast wie neu aus. Experten gehen davon aus, dass die Laufrolle und die Räder noch kurz vor Kriegsende ausgetauscht wurden. Alliierte sollen das Fahrzeug später in einem Graben mit weiterem Militärzubehör vergraben haben.

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"Der Blick ins Innere ist sehr eindrucksvoll", sagte Andreas Hüser, Leiter der Archäologischen Denkmalpflege im Landkreis Cuxhaven. Der Fahrersitz sei erhalten, ebenso wie die Vorrichtungen für die Kanone. "Es ist schon bedrückend eng."

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Landesarchäologe Henning Haßmann (r.) und Andreas Hüser, Leiter der Archäologischen Denkmalpflege im Landkreis Cuxhaven, besuchten den Fundort.  © Kai Moorschlatt/dpa

Überführung nach Dresden perspektivisch geplant

Das Gefährt mit seiner rostigen Patina ist nahezu vollständig erhalten.  © Kai Moorschlatt/dpa

Experten bargen das 29 Tonnen schwere Gefährt Anfang Juni mit einem Kran. Im August soll das Wrack ins Deutsche Panzermuseum Munster (Heidekreis) gebracht und ausgestellt werden.

Das Museum möchte das Sturmgeschütz genauer untersuchen und stabilisieren. Wie lange es dort bleiben wird, ist noch unklar. Perspektivisch soll das Fahrzeug im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden gezeigt werden.

Mit über 9300 produzierten Stück war das "StuG III" ein "Bestseller", wie Henning Haßmann, Landesarchäologe beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD), weiß.

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Das Sturmgeschütz besaß keinen drehbaren Turm und wurde von vier Soldaten gesteuert: Ganz vorn saß der Fahrer, hinter ihm richtete ein Soldat die Kanone aus. Auf Befehl seines Kommandanten wurde die Kanone abgefeuert, ein vierter Soldat war für das Nachladen der Kanone zuständig. 

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