Hatten - Tragisches Unglück in Niedersachsen: Vergangenen Donnerstag stürzte im Landkreis Oldenburg ein Ultraleichtflugzeug ab. Wie die Polizei nun am Mittwoch mitteilte, kam für den Piloten jede Hilfe zu spät.
Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 71-jährigen Mann aus der Schweiz, der zugleich Eigentümer der Maschine war. Nach ersten Erkenntnissen hob das Flugzeug vom Flugplatz Hatten ab, als es kurz darauf gegen 17.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache auf einer Freifläche niederging.
Beim Aufprall wurde die Maschine vom Typ "Shark 600" völlig zerstört. Augenzeugen berichteten zunächst, dass das Flugzeug nach dem Absturz ausgebrannt sei. Ganz richtig sei die Beobachtung jedoch nicht gewesen: Zwar hatte es eine kleine Brandentwicklung gegeben, diese konnte jedoch schnell gelöscht werden.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte zur Unglücksstelle. Neben Notarzt und Rettungswagen waren auch die Freiwillige Feuerwehr mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort. Für die Zeugen wurde später ein Kriseninterventionsteam hinzugezogen.
Flugzeugabsturz in Niedersachsen: Schaden wird auf über 200.000 Euro geschätzt
Der Pilot war offenbar auf dem Rückweg in seine Schweizer Heimat, als es zu dem tödlichen Absturz kam. Ein weiteres Detail: Die Sprengkapsel für den Rettungsfallschirm hatte nicht ausgelöst. Spezialisten der Bundespolizei mussten diese daher am Abend gegen 22.15 Uhr kontrolliert sprengen. Umliegende Straßen wurden dafür kurzzeitig gesperrt.
Und auch der Sachschaden ist enorm: Experten schätzen den Wert des zerstörten Flugzeugs auf über 200.000 Euro. Wie es zu dem Absturz kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar. Die Polizei sowie Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben die Untersuchungen aufgenommen.