Heftiger Bootsunfall: Mann stürzt ins Wasser und gerät in Schiffsschraube

Balge - Dramatische Szenen auf der Weser: Am Samstagnachmittag gegen 17 Uhr ging die Meldung ein, dass ein Boot mit mehreren Personen gekentert sei und eine von diesen noch vermisst werde.

Einsatzkräfte von Feuerwehr und DLRG sicherten das herrenlose Schlauchboot. Zuvor war ein Mann aus ungeklärter Ursache von dem Boot ins Wasser gestürzt. (Symbolfoto)  © Ulrich Perrey/dpa

Vor Ort konnten die ersten Einsatzkräfte jedoch schnell Entwarnung geben: Alle Beteiligten hatten das Wasser bereits verlassen, teilte die Polizei am Montag mit.

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 52-jähriger Deutscher mit einem motorisierten Schlauchboot zunächst von der Marina Mehlbergen auf die Weser gefahren.

Hinter dem Boot zog er an einem Seil ein Luftkissen, auf dem seine 45-jährige Ehefrau sowie eine weitere 39-jährige Frau saßen. Kurz nach dem Ablegen dann der folgenschwere Zwischenfall: Der Bootsführer stürzte aus bislang ungeklärter Ursache ins Wasser und geriet dabei zwischen das Schlauchboot und das nachgezogene Luftkissen.

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Besonders verhängnisvoll: Der Mann trug keine sogenannte Totmannschnur, die normalerweise als wichtige Sicherheitsvorrichtung im Wassersport gilt. Dadurch schaltete sich der 20-PS-Außenbordmotor nach dem Sturz nicht automatisch ab.

Die Folgen waren schmerzhaft: Der 52-Jährige wurde von der weiterhin rotierenden Schiffsschraube im Gesicht verletzt.

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Bootsunfall auf der Weser: Polizei sucht Zeugen

Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (Archivfoto)  © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Auch die beiden Frauen fielen ins Wasser. Das nun führerlose Schlauchboot zog das Luftkissen weiter hinter sich her und drehte mehrere Runden auf der Weser. Zwei bislang unbekannte Jetski-Fahrer bemerkten die gefährliche Situation und handelten sofort.

Sie retteten die drei Personen aus dem Wasser und brachten sie sicher zurück zur Marina Mehlbergen. Anschließend sicherten Einsatzkräfte von Feuerwehr und DLRG das herrenlose Schlauchboot. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bei den Beteiligten verlief negativ.

Der verletzte Bootsführer wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Nach aktuellem Stand erlitt er lediglich leichte Verletzungen. Warum der Mann von Bord stürzte, ist bislang unklar. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Die Beamten suchen nun insbesondere die beiden Jetski-Fahrer, die maßgeblich zur Rettung der drei Personen beigetragen haben. Auch weitere Zeuginnen und Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zum Hergang machen können, werden gebeten, sich bei der Wasserschutzpolizei Nienburg unter der Telefonnummer 05021/92120 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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