Das sagt NRW-Innenminister Reul zu Merz' spätem Waldbrand-Besuch

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Von Oliver Auster

Köln/Hürtgenwald - NRW-Innenminister Herbert Reul (73, CDU) hat Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) nach dessen späten Besuch im Waldbrandgebiet bei Hürtgenwald in Schutz genommen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (73, CDU) sagte seinen eigenen Urlaub ab, um den Einsatzkräften zu zeigen: "Ich stärke euch den Rücken!"
NRW-Innenminister Herbert Reul (73, CDU) sagte seinen eigenen Urlaub ab, um den Einsatzkräften zu zeigen: "Ich stärke euch den Rücken!"  © Oliver Berg/dpa

Die Debatte "wer war zuerst da, wer war Zweiter, Dritter, Vierter ist doch totaler Unsinn", sagte Reul in der WDR-Talkshow "Kölner Treff".

Er selbst habe bei seinem Besuch während der Löscharbeiten eigentlich gestört, sagte Reul in der Sendung.

Reul berichtete in der Talkshow, die am späten Freitagabend ausgestrahlt wurde, dass er wegen des Waldbrands seinen Sommerurlaub habe ausfallen lassen.

Um 11 Uhr wurde er zu Fall gebracht: 200-Meter-Schornstein von Ex-Kohlekraftwerk gesprengt
Nordrhein-Westfalen Um 11 Uhr wurde er zu Fall gebracht: 200-Meter-Schornstein von Ex-Kohlekraftwerk gesprengt

Obwohl er "beim Rumlaufen" die Einsatzkräfte gestört habe, wollte Reul nach seinen Worten den Menschen zeigen: "Ich stärke euch den Rücken - ohne, dass ich helfen kann. Ich kann doch nicht löschen."

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) musste viel Kritik für seinen verspäteten Besuch im Waldbrandgebiet in NRW einstecken.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) musste viel Kritik für seinen verspäteten Besuch im Waldbrandgebiet in NRW einstecken.  © Christoph Reichwein/dpa

Landrat hatte Merz gebeten, erst später zu kommen

Kanzler Merz war in die Kritik geraten, weil er erst nach seinem Urlaub und dem Ende der Löscharbeiten nach Hürtgenwald gekommen war. Merz hatte dazu vor Ort erklärt, dass er während des Brandes mehrfach mit Landrat Ralf Nolten (62, CDU) telefoniert und angeboten habe zu kommen. Der Landrat habe jedoch gesagt: "Kommen Sie danach."

Das Feuer in der Eifel war Mitte August ausgebrochen und hatte sich zum größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens entwickelt. Die Flammen waren erst nach einer Woche gelöscht.

Titelfoto: Bildmontage: Oliver Berg/dpa, Christoph Reichwein/dpa

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