Dauerkranke Lehrerin soll in Ruhestand geschickt werden - ohne Erfolg

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Von Petra Albers

Düsseldorf - Eine seit fast 17 Jahren krankgeschriebene Lehrerin will nicht in den Ruhestand gehen. Die Beamtin hat beim Verwaltungsgericht Düsseldorf nach Angaben eines Sprechers Klage gegen die Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf will die Pädagogin, die seit 2009 nicht mehr unterrichtet hat, in den Ruhestand verabschieden. (Symbolbild)
Das Verwaltungsgericht Düsseldorf will die Pädagogin, die seit 2009 nicht mehr unterrichtet hat, in den Ruhestand verabschieden. (Symbolbild)  © Roland Weihrauch/dpa

Damit wehre sie sich gegen eine Anordnung der Bezirksregierung, die Frau in den Ruhestand zu versetzen. Zuerst hatte der "Spiegel" berichtet.

Der Fall der Lehrerin aus dem Ruhrgebiet, die an einem Berufskolleg in Wesel tätig war, hatte im vergangenen Jahr Schlagzeilen gemacht und auch die Landespolitik beschäftigt.

Die Pädagogin hatte seit 2009 nicht mehr unterrichtet. Immer wieder ließ sie sich krankschreiben, ohne dass das Land eingriff und eine amtsärztliche Untersuchung einforderte. Gegen die Lehrerin und einen Mitarbeiter der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf wurden deshalb Disziplinarverfahren eingeleitet. 

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Inzwischen wurde die Frau nach Angaben des Gerichtssprechers amtsärztlich untersucht, Ende Mai ordnete die Bezirksregierung ihre Versetzung in den Ruhestand an.

Entscheidung noch nicht absehbar

Am 29. Juni sei die Klage der Lehrerin beim Verwaltungsgericht eingegangen. Nun müsse die Bezirksregierung dazu Stellung nehmen und ihre Akten vorlegen. Wann mit einer Entscheidung des Gerichts zu rechnen ist, sei noch nicht absehbar. Bis dahin erhält die Beamtin laut "Spiegel" weiter ihre vollen Bezüge.

Überdies ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg gegen die Lehrerin wegen Betrugs. Im März hatten Ermittler ihre Wohnung durchsucht. 

Nach damaligen Angaben bestehe der Verdacht, dass sie ihre Dienstunfähigkeit vorgetäuscht und während ihrer Krankschreibung als Heilpraktikerin gearbeitet habe.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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