Für Pendler wird's eng: Bonn zieht fast komplette Stadtbahn-Flotte aus dem Verkehr

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Bonn - Für tausende Menschen in Bonn beginnt der Dienstag (21. Juli) mit einer Hiobsbotschaft. Die Stadtwerke (SWB) nehmen ab sofort 60 ihrer insgesamt 75 Stadtbahnen aus dem Betrieb. Grund sind Auffälligkeiten, die bei technischen Kontrollen entdeckt wurden.

60 von 75 Bonner Stadtbahnen wurden vorsorglich aus dem Verkehr gezogen. Für Fahrgäste bedeutet das vorerst voraussichtlich vollere Züge.
60 von 75 Bonner Stadtbahnen wurden vorsorglich aus dem Verkehr gezogen. Für Fahrgäste bedeutet das vorerst voraussichtlich vollere Züge.  © Thomas Banneyer/dpa

Nach Angaben der SWB besteht bei bestimmten Bauteilen der Fahrzeuge der Verdacht auf vorzeitige Materialermüdung. Deshalb werden alle betroffenen Bahnen nun gründlich überprüft.

Trotz der drastischen Maßnahme soll der Stadtbahnverkehr in Bonn weiterlaufen. Allerdings müssen sich Fahrgäste auf deutlich vollere Züge einstellen: Statt der üblichen Doppeltraktionen wird vielerorts nur noch ein einzelner Wagen unterwegs sein.

Unterstützung kommt aus der Nachbarstadt. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) stellen rund 20 Stadtbahnwagen zur Verfügung, die unter anderem auf den Linien 18 und 63 eingesetzt werden. Dafür wird das Angebot im Kölner Netz vorübergehend leicht reduziert.

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Auch auf anderen Linien gibt es Änderungen: Die Linie 16 wird weiterhin durch einen Schienenersatzverkehr ersetzt. Die Linie 68 fällt in den kommenden Tagen wegen der ohnehin geringeren Nachfrage während der Sommerferien komplett aus.

Keine zusätzlichen Busse geplant

Auf einen zusätzlichen Ersatzverkehr mit Bussen verzichten die Stadtwerke bewusst. Nach eigenen Angaben reicht die Unterstützung der KVB aus, um den Fahrplan weitgehend einzuhalten. Außerdem wolle man die ohnehin stark belasteten Straßen in Bonn nicht noch zusätzlich mit Bussen füllen.

Die Kontrollen der ausgemusterten Bahnen sollen voraussichtlich bis zur kommenden Woche abgeschlossen sein. Bis dahin müssen sich Fahrgäste auf engere Platzverhältnisse und möglicherweise vollere Züge einstellen.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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