Drama kurz vor Landeanflug: Airbus aus Düsseldorf entgeht wohl nur knapp einer Katastrophe
Düsseldorf/London - Sind bis zu 180 Passagiere Anfang Juli nur knapp einer Flugzeug-Katastrophe entgangen? Medienberichten zufolge gab es auf dem Flug BA919 von Düsseldorf nach London-Heathrow Komplikationen.
Denn wie die britische Zeitung "The Standard" jetzt berichtet, habe sich der Vorfall am 6. Juli beim Landeanflug über dem Londoner Finanzviertel Canary Wharf ereignet.
Demnach sei es im Cockpit des Airbus A320 zu einer gefährlichen Situation gekommen, als eines der Luftdatensysteme des Flugzeugs ausgefallen sei.
Daraufhin soll der Copilot falsch reagiert haben, sodass der Kapitän eingegriffen habe, um Schlimmeres zu verhindern.
Wie die britischen Medien weiter schreiben, soll das Flugzeug der Gesellschaft "British Airways" dadurch in einen sogenannten Strömungsabriss geraten sein.
Inzwischen hat die britische Untersuchungsbehörde für Flugunfälle (Air Accidents Investigation Branch) die Ermittlungen aufgenommen.
"Wir arbeiten mit der AAIB bei der Untersuchung zusammen und können aufgrund rechtlicher Vorgaben derzeit keine weitere Stellungnahme abgeben", erklärt ein Sprecher von British Airways gegenüber TAG24.
AAIB stuft Vorkommnisse als schweren Zwischenfall ein
In dem Bericht heißt es weiter, dass die Untersuchungsbehörde die Vorkommnisse als schweren Zwischenfall einstufe. Experten sprechen sogar davon, dass es beinahe zu einem der schwersten Unfälle in Großbritannien seit Jahren hätte kommen können.
Denn wenn ein Flugzeug in einen Strömungsabriss gerät, bedeutet es, dass es so langsam oder in einem so steilen Winkel geflogen wird, dass die Tragflächen nicht mehr genügend Auftrieb erzeugen können.
Die Maschine verliere dadurch an Höhe und lasse sich deutlich schlechter kontrollieren.
Zwar sei es für den Piloten möglich, den Strömungsabriss wieder ausgleichen, doch gefährlich werde es vor allem, wenn die Situation - wie in diesem Fall - in geringer Höhe eintrete.
Denn dann bleibe dem Piloten nur wenig Zeit, um das Flugzeug zu stabilisieren.
Titelfoto: IMAGO / Alexander Ludger

