Nach Mega-Fund von Waffenarsenal: Justiz will Hauptverdächtigen aus Remscheid verknacken

Von Oliver Auster

Remscheid - Gut vier Monate nach dem Fund eines riesigen illegalen Waffenarsenals in Remscheid steht der Abschluss der Ermittlungen kurz bevor.

Im Zuge des Fundes schleppten Ermittler haufenweise Waffen aus den Räumlichkeiten des Hauptverdächtigen.
Im Zuge des Fundes schleppten Ermittler haufenweise Waffen aus den Räumlichkeiten des Hauptverdächtigen.  © --/Polizei Wuppertal/dpa

Ziel sei es, noch im März Anklage gegen den Hauptbeschuldigten und zwei Komplizen zu erheben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft zur dpa. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Das riesige Arsenal war Ende Oktober aufgeflogen. Ermittler hatten davon Wind bekommen, dass in einem Kiosk in Remscheid Drogen und Waffen illegal verkauft werden sollten.

Nach Beginn der Durchsuchung in einem Remscheider Gebäudekomplex stießen sie dann immer wieder auf neue Geheimverstecke. 

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In einem Raum fanden sie auch eine Art Werkbank und Werkzeug, mit dem alte, entmilitarisierte Waffen eventuell wieder schussfähig gemacht worden sein könnten.

Der Mann hatte ein komplettes Arsenal in einem Nebenraum gebunkert.
Der Mann hatte ein komplettes Arsenal in einem Nebenraum gebunkert.  © Roberto Pfeil/dpa

Am Ende zählten die Ermittler 300 scharfe Schusswaffen, davon 125 Maschinengewehre, 67 Maschinenpistolen, 51 Pistolen, 32 Langwaffen, 11 Revolver, 13 Panzerabwehrwaffen sowie fast 100.000 Schuss Munition.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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