"Nervenprobe für Autofahrer": ADAC-Experte warnt vor Staugefahr zu Ferienstart

Von Volker Danisch, Jonas Reihl

Köln - Unmittelbar nach dem Start der Sommerferien am Freitag (17. Juli) ist die Staugefahr in Nordrhein-Westfalen besonders hoch laut einer Stauprognose des ADAC. So sei auch der Freitag zu Ferienbeginn 2025 mit 615 Staustunden einer der staureichsten Tage der Sommerferien gewesen.

Ab dem kommenden Wochenende wird es wieder besonders voll auf den NRW-Autobahnen. (Symbolbild)  © Thomas Banneyer/dpa

In Kombination mit starkem Berufsverkehr am Freitagnachmittag und vielen Baustellen in NRW "wird der Ferienbeginn auf der Autobahn zur Nervenprobe", macht ADAC-Verkehrsexperte Roman Suthold deutlich.

Insgesamt gibt 550 bis 600 baustellenbedingten Verkehrseinschränkungen auf den Autobahnen in NRW. Das ist den Angaben zufolge derzeit mehr als die Hälfte der bundesweit etwa 1000 Einschränkungen durch Baustellen.

Auch am Samstag und Sonntag sei zudem laut ADAC mit mehr Verkehr auf den typischen Reiserouten zu rechnen. 

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Hinzu kommt: NRW ist mit den Sommerferien in diesem Jahr vergleichsweise spät dran. Der 20. Juli als erster offizieller Ferientag ist das späteste Datum in der NRW-Sommerferienregelung für 2025 bis 2030. Bis auf NRW, Baden-Württemberg und Bayern haben alle anderen Bundesländer bereits Sommerferien. 

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Auf welchen NRW-Autobahnen kann es dick kommen?

ADAC-Verkehrsexperte Roman Suthold erwartet eine "Nervenprobe für Autofahrer".  © ADAC Nordrhein/dpa

In Richtung Nord- und Ostseeküste, in die Niederlande und auf dem Weg in den Süden rechnet der ADAC in NRW wieder mit viel Stau und stockendem Verkehr. Gerade auf dem Kölner Autobahnring, im Bereich der voll gesperrten Bonner Nordbrücke sowie im Raum Oberhausen/Duisburg (Kreuz Kaiserberg) und Bochum/Herne/Recklinghausen müssten Reisende mit Zeitverlust rechnen. 

Ein hohes Staupotential sieht der ADAC dabei auf der A1 (Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg), der A2 (Oberhausen - Dortmund - Hannover) und A3 (Emmerich - Oberhausen - Köln - Frankfurt) sowie auf der A4 (Olpe - Köln - Aachen). 

Die A40 (Dortmund - Essen - Duisburg - Straelen - Venlo), A42 (Dortmund - Oberhausen - Kamp-Lintfort), A43 (Wuppertal - Recklinghausen - Münster), A44 (Dortmund - Kassel) und A45 (Dortmund - Hagen - Gießen) sind ebenfalls Staugefährdet, ebenso wie die A46 (Düsseldorf - Wuppertal), A52 (Düsseldorf - Essen), A57 (Köln - Krefeld - Nimwegen) und A59 (Köln - Bonn).

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Urlauber sollten nach Möglichkeit den Montag oder Dienstag als Anreisetag wählen, rät der ADAC. Und auch dann außerhalb der Stoßzeiten losfahren. Wer frühmorgens oder am Abend starte, umgehe dann auch die Mittagshitze.

Die verstopfte Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt laut ADAC nur selten einen Vorteil. Ausweichstrecken seien schnell verstopft und an Ampeln gebe es lange Staus. Navigationssysteme böten zwar Alternativrouten an. Der prognostizierte Zeitgewinn betrage aber meist nur wenige Minuten und die Lage auf der Alternativstrecke verschlechtere sich innerhalb kürzester Zeit.

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