Neueste Zahlen stellen klar: Jugend in NRW wird ungefährlicher
Von Bettina Grönewald
Düsseldorf - Die Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen ist laut polizeilicher Kriminalstatistik in den vergangenen beiden Jahren rückläufig gewesen.
Das gilt sowohl für die Gesamtzahl der jugendlichen Tatverdächtigen als auch für die Entwicklung bei den Jungen und Mädchen zwischen 14 und unter 18 Jahren, die mehrfach tatverdächtig sind.
Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage aus der SPD-Landtagsfraktion hervor.
Demnach erfasste die Polizei im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen 40.601 jugendliche Tatverdächtige. Das waren 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr und deutlich weniger als 2023, wo es mit 47.602 Verdächtigen den Fünfjahreshöchststand gab.
Die zehn häufigsten Straftatbeständen waren laut Innenministerium Ladendiebstahl, Vorsätzliche einfache Körperverletzung, Gefährliche und schwere Körperverletzung, Sachbeschädigung, Rauschgiftkriminalität, Beleidigung, Bedrohung, Erschleichen von Leistungen, Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Inhalte und Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer
Fünf Prozent sind Mehrfachtäter
Zwischen 2021 und 2024 wurden jährlich rund 5000 Jugendliche verurteilt. In den beiden Jahren zuvor waren es jeweils mehr als 5000. Zahlen zu Verurteilungen für 2025 liegen dem NRW-Justizministerium bislang nicht vor.
Auch bei den Mehrfachtatverdächtigen zeigt sich derselbe Trend: Nach dem Fünfjahreshöchststand von 2709 Jugendlichen im Jahr 2023 ging die Zahl in den beiden Folgejahren kontinuierlich zurück. Im vergangenen Jahr zählten 2040 Jugendliche zur Gruppe der Mehrfachtatverdächtigen - das entsprach fünf Prozent aller jugendlichen Verdächtigen.
Titelfoto: David Young/dpa
