Waldbrandgefahr steigt: Gestresste Bäume werfen vermehrt Laub ab
Von Volker Danisch
Düsseldorf - Die Waldbrandgefahr steigt in Nordrhein-Westfalen durch die anhaltende Trockenheit wieder an.
Am Donnerstag wird die zweithöchste Gefahrenstufe, die Stufe 4, an vielen Stellen des Bundeslandes erreicht, wie aus dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes hervorgeht.
Das betrifft dieser Prognose zufolge etwa Teile des Rheinlandes, des Ruhrgebietes, des Sauerlandes, der Eifel und von Ostwestfalen-Lippe.
Die Behörden verweisen darauf, dass Rauchen, Grillen und offenes Feuer im Wald streng verboten sind. Geparkt werden sollte nur auf befestigten Flächen, damit heiße Katalysatoren nicht etwa Laub oder Gras in Brand setzen.
Die meisten Waldbrände werden durch Unachtsamkeit verursacht, betonen die Behörden. Wer im Wald Rauch oder Feuer bemerkt, sollte sofort die 112 wählen.
Einige Laubbäume reagierten mit einem Laubfall und Blattverfärbung auf Dürre, um den Verlust von Wasser zu verringern. In diesem Jahr sei das früh der Fall. Birke, Rotbuche, Hainbuche, Kirsche, Linde und Ahorn zeigten verfärbtes Laub.
Eiche und Esche etwa seien bisher anscheinend nicht so stark betroffen, heißt es in einer Übersicht der Landesregierung. Sie appelliert, den Wald zu schützen.
Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa
