Von Rabea Gruber
Düsseldorf - Erstmals seit vier Jahren leben in Nordrhein-Westfalen weniger als 18 Millionen Menschen.
Den neuesten Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW zufolge lebten im Vorjahr 17.986.214 Menschen in NRW.
Das waren 0,3 Prozent weniger als zum Jahresende 2024.
Im Jahr 2025 habe das sogenannte Geburtendefizit bei 70.762 Menschen gelegen. "Das bedeutet, dass – wie in den Vorjahren – mehr Menschen starben als Kinder geboren wurden", sagte Kerstin Ströker, Leiterin des Bereichs Bevölkerung, Wahlen und Soziales.
Auch wenn NRW im selben Jahr 22.601 mehr Zu- als Fortzüge verzeichnete, sei die Bevölkerungszahl so insgesamt geschrumpft.
Die mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt bleibt demnach Köln mit 1.025.523 Einwohnerinnen und Einwohnern, gefolgt von der Landeshauptstadt Düsseldorf (619.444). Kleinste Gemeinde bleibt Hallenberg im Hochsauerlandkreis mit 4.272 Einwohnern.
Im Jahr 2022 war die Einwohnerzahl von NRW deutlich gestiegen. Viele Menschen flüchteten damals vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nach Deutschland, laut Landesamt kamen rund 226.000 Ukrainerinnen und Ukrainer nach NRW. Nach 2022 sank die Zahl der Einwohner stetig wieder.