NRW-Bewerbung für Olympia: Das ist der aktuelle Stand von Köln & Co.
Von Jana Glose
Köln - Eine Woche vor Abschluss der Bürgerentscheide zur möglichen NRW-Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 liegt die Beteiligung in den 17 beteiligten Städten aktuell durchschnittlich zwischen etwa 20 und 30 Prozent.
Spitzenreiter ist bislang das im Zentrum der Bewerbung stehende Köln mit einer Rücklaufquote von fast 34 Prozent, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ergab.
In Monheim am Rhein sind im Rathaus bereits ausgefüllte Unterlagen von einem Drittel der Wahlgerechtigkeiten eingetroffen. Leverkusen kommt derzeit auf knapp 31 Prozent Beteiligung, während sich in Dortmund und Düsseldorf jeweils rund 26 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt haben.
In Mönchengladbach liegt die Quote bei etwa 25 Prozent, in Essen bei 24 Prozent. Duisburg meldet aktuell eine Abstimmungsquote von 23,7 Prozent.
Schlusslichter sind derzeit Recklinghausen mit einer Rücklaufquote von circa 21,4 Prozent, Oberhausen mit knapp 20 Prozent sowie Herten mit 17,2 Prozent. In Bochum, Krefeld und Pulheim gibt es keine Zwischenstände. Aus Aachen, Gelsenkirchen und Wuppertal gab es keine Rückmeldungen zur Anfrage.
Bürgerinnen und Bürger können noch bis kommenden Sonntag entscheiden
Die Ratsbürgerentscheide laufen noch bis 19. April. Insgesamt sind mehr als vier Millionen Menschen in 17 NRW-Städten dazu aufgerufen, darüber abzustimmen, ob sich ihre Kommune an der Bewerbung "KölnRheinRuhr" um Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 beteiligen soll. Die Abstimmung erfolgt ausschließlich per Brief. Alle Wahlberechtigten haben die Abstimmungsunterlagen automatisch zugesandt bekommen.
Am Sonntagabend werden alle eingegangenen Stimmen ausgezählt und im Anschluss das vorläufige Ergebnis veröffentlicht. Damit die Bürgerentscheide erfolgreich sind, muss neben der Mehrheit der abgegebenen Stimmen auch das gesetzliche Zustimmungsquorum erreicht werden. Dafür müssen in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern mehr als 10 Prozent der Wahlberechtigten für "Ja" stimmen, in kleineren Kommunen liegt der Wert bei bis zu 20 Prozent.
Titelfoto: Marcus Brandt/dpa
