Polizisten werden stutzig: Das hat nichts mehr mit einem Kennzeichen zu tun

Aachen - Die Polizei hat nahe Aachen einen Scooter-Fahrer gestoppt, der offenbar dachte, dass sein selbst gebasteltes Kennzeichen nicht auffällt.

Die Polizei stoppte in der Nacht auf Mittwoch einen E-Scooter mit selbst gebasteltem Kennzeichen.  © Polizei Aachen

In einer Mitteilung am Donnerstagnachmittag sprach die Polizei von einer "frei interpretierten Version eines Versicherungsnachweises". Und das ist noch deutlich untertrieben.

Anstelle eines ordnungsgemäßen Kennzeichens hatte der 40-Jährige offenbar mit einer Schere wahllos Buchstaben und Zahlen aus einer Broschüre geschnippelt und diese hinten auf seinen E-Scooter geklebt.

Besonders viel Mühe gab er sich dabei aber nicht, wie Bildaufnahmen zeigen. Über einer willkürlichen Zahlenkombination war gar noch der Schriftzug "Mindestens" zu lesen, was darauf hindeutet, dass hier so etwas wie ein Preisschild ausgeschnitten wurde.

Nordrhein-Westfalen Drive-By auf Parkplatz: Mann nach Kopfschuss im Krankenhaus

Auch ansonsten hat die Bastelei nichts mit einem üblichen Kennzeichen zu tun. Normalerweise besteht ein E-Scooter-Nummernschild aus zwei Zeilen. Oben drei zufällige Zahlen, unten eine Buchstabenkombination. Darunter ein Siegel des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Anzeige

Roller wurde als gestohlen gemeldet

Dieses Nummernschild hatte nichts davon. In der oberen "Zeile" klebte stattdessen eine stark zerknitterte Buchstabenfolge "ALL". Unten die Zahlenkombination "355", wobei die zweite "5" zu allem Überfluss auch noch eine andere Schriftgröße aufwies.

Im Zuge der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Roller als gestohlen gemeldet wurde. Die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) hatte der 40-Jährige - wie sollte es anders sein - mit Panzerband überklebt.

Der Roller wurde einkassiert, der Mann muss sich nun wegen Urkundenfälschung, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Diebstahls verantworten.

Mehr zum Thema Nordrhein-Westfalen: