Rückgang um fast acht Prozent: Erneut weniger Drogentote in NRW
Von Frank Christiansen, Jonas Reihl
Düsseldorf - Die Zahl der Drogentoten ist in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken: Im vergangenen Jahr starben 709 Menschen an den Folgen ihres Rauschgiftkonsums.
Das bestätigte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Insgesamt habe es demnach 60 Todesopfer weniger als im Jahr 2024 gegeben, was einem Rückgang um 7,8 Prozent entspricht.
Damit ist die Zahl der Drogentoten im zweiten Jahr in Folge rückläufig. Zuvor hatte sie sich jahrelang massiv erhöht auf einen Negativrekord von 872 Todesopfern im Jahr 2023. Im Jahr 2015 hatte die Zahl der Drogentoten noch bei 181 gelegen.
Während die Todesfälle durch den Mischkonsum verschiedener Substanzen im vergangenen Jahr zunahmen, waren die Todesfälle durch Langzeitschäden um fast 28 Prozent rückläufig.
Bei 286 Menschen waren Langzeitschäden als Todesursache angegeben worden - nach 396 im Vorjahr. Auch die Todesfälle bei Konsum eines einzelnen Rauschgifts gingen zurück.
Zuvor hatte der Mischkonsum synthetischer Opioide die Todesrate besonders stark in die Höhe getrieben. Synthetische Opioide wie Fentanyl, auch als "Zombie-Droge" bekannt, sind 100-mal tödlicher als Heroin. Statt 200 Milligramm Heroin reichen für eine tödliche Überdosis bereits 2 Milligramm Fentanyl. Dabei wird das Atemzentrum gelähmt.
Titelfoto: Frank Leonhardt/dpa
