Steuer-Hammer in NRW: Fahnder nehmen Influencer ins Visier

Von Oliver Auster

Düsseldorf - Nach der Auswertung eines großen Datenpakets zu sogenannten Influencern überprüfen die Steuerbehörden allein in NRW mehr als 7000 Menschen. Das sagte ein Sprecher des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage.

Das Finanzministerium in Nordrhein-Westfalen nimmt jetzt 7000 Influencer unter die Lupe. (Symbolfoto)
Das Finanzministerium in Nordrhein-Westfalen nimmt jetzt 7000 Influencer unter die Lupe. (Symbolfoto)  © Alicia Windzio/dpa

Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) hatte ein Datenpaket mehrerer Social-Media-Plattformen mit Tausenden Datensätzen zur Verfügung gestellt bekommen.

Das Material sei inzwischen aufbereitet, "die Datensätze konnten mehr als 7000 Bürgerinnen und Bürgern allein in Nordrhein-Westfalen zugeordnet werden", so der Sprecher.

"Schon aufgrund dieser hohen Fallzahl ist die Bearbeitung der Daten in den zuständigen Dienststellen zeitaufwendig", hieß es vom Finanzministerium.

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In jedem einzelnen Fall werde nun überprüft, ob die betroffenen Personen ihre Steuern alle bezahlt haben.

Die neu gegründete "Influencer-Taskforce" der Steuerfahndung in NRW hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt.

Damals hieß es von Behördenleiterin Stephanie Thien: "Es ist keine Seltenheit, dass eine Influencerin oder ein Influencer pro Monat mehrere zehntausend Euro verdient, aber nicht einmal eine Steuernummer hat."

Titelfoto: Alicia Windzio/dpa

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