Traurige Bilanz in NRW: Frauen sitzen nur selten in Kreistagen und Bürgermeisteramt

Von Yuriko Wahl-Immel

Düsseldorf - Im Chefsessel in den Rathäusern sitzen in Nordrhein-Westfalen nur selten Frauen.

Lediglich 11 Prozent aller Bürgermeisterposten in NRW werden von Frauen bekleidet - Tendenz sinkend. (Symbolfoto)  © Oliver Berg/dpa

Aktuell haben sechs Frauen das Amt einer Oberbürgermeisterin oder aber einer Landrätin inne, wie das Statistikamt IT.NRW zum Internationalen Frauentag an diesem Sonntag mitteilt. Das sei ein Anteil von lediglich rund 11 Prozent. 

Bei den Bürgermeister-Posten setzten sich demnach bei der Kommunalwahl im vergangenen Herbst 43 Kandidatinnen durch.

In 330 kreisangehörigen Gemeinden gewann laut Landesstatistikamt hingegen ein Mann das Bürgermeisteramt.

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Auch hier liege der Frauenanteil bei gut 11 Prozent - und sei gegenüber der Kommunalwahl 2020 noch um 3,2 Prozentpunkte gesunken.

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In den Kreistagen und Stadträten ist den Angaben zufolge etwa jedes dritte Mitglied eine Frau. In Bonn, Köln und Münster sei der Frauenanteil mit über 42 Prozent am höchsten. In den Kreisen Euskirchen, Herford und Höxter ist dagegen nur etwa jedes vierte Kreistagsmitglied weiblich. 

In den Vertretungen der kreisangehörigen Gemeinden fällt der Frauenanteil mit gut 28 Prozent noch etwas geringer aus. In Haan und in Legden ist der Frauenanteil dabei mit 50 Prozent besonders hoch, in Nieheim und Hallenberg besonders gering - dort sitzt jeweils nur eine Frau im Gemeinderat.

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