Von Rolf Schraa
Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen zeigt in einer groß angelegten Ausstellungsreihe Fossilien und Überreste aus der Urgeschichte des Bundeslandes, in der NRW zeitweise weithin mit Wasser bedeckt war.
Zu sehen sein wird unter anderem ein 6,5-Meter-Wal aus Kevelaer, ein 163 Millionen Jahre alter westfälischer Raubsaurier und ein Mammut-Schädel mit zwei Stoßzähnen. Das NRW-Heimat- und Kommunalministerium teilte mit, die Ausstellungen mit insgesamt 1,5 Millionen Euro zu fördern.
Die Reihe von drei Sonderausstellungen mit Hunderten von Leihgebern und neueren Funden beginnt im April im Essener Ruhrmuseum mit einer Schau zur Eiszeit, bei der unter anderem Mammut-Überreste zu sehen sind.
Ab dem 10. Juli schließt sich im LWL-Naturkunde-Museum in Münster eine Ausstellung mit Spuren ausgestorbener Dinosaurier und multimedialen Rekonstruktionen an.
Gezeigt wird dort etwa das "Monster von Minden", der 163 Millionen Jahre alte Raubsaurier "Wiehenvenator albati", dessen Überreste im Wiehengebirge zwischen Porta Westfalica und dem Osnabrücker Land gefunden wurden – ein echter westfälischer Dinosaurier, wie es in der Mitteilung heißt.
Dritte Ausstellung beginnt im September in Detmold
Die dritte Ausstellung beginnt Ende September im Lippischen Landesmuseum in Detmold und stellt die Zeit in den Mittelpunkt, in der ein warmes Flachmeer das urzeitliche NRW bedeckte. Zu sehen ist etwa der 1987 in Kevelaer gefundene, etwa 6,5 Meter lange urzeitliche "Kervenheimer Wal" - ein Beleg dafür, dass die Region einst vom Meer bedeckt war.
"Unter unseren Füßen liegt ein spannendes Archiv aus Stein – voller Giganten, voller Geheimnisse und Geschichten", sagte NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (49, CDU). "Was hier gezeigt wird, ist unglaublich, wahr und Millionen Jahre alt."