Wenn dem Rhein das Wasser fehlt: Drei Städte wollen vorsorgen
Köln - Die Städte Köln, Bonn und Leverkusen wollen sich gemeinsam besser auf niedrige Rheinpegel einstellen. Denn das Problem könnte durch den Klimawandel künftig häufiger auftreten.
Wenn der Rhein im Sommer immer weniger Wasser führt, wird das für die Städte und Unternehmen am Fluss zur Herausforderung. Schiffe können dann weniger laden, Transporte werden teurer und im schlimmsten Fall können Lieferungen ausfallen.
Damit die Region darauf besser vorbereitet ist, wollen die drei Rheinstädte ihre Zusammenarbeit verstärken. Dazu soll sich regelmäßig mit Unternehmen und Logistikfirmen ausgetauscht werden, um eventuelle Probleme bei Lieferungen möglichst früh zu erkennen.
Außerdem soll der Güterverkehr künftig stärker auf mehrere Transportwege verteilt werden. Wenn Schiffe wegen des niedrigen Wasserstands weniger laden können, sollen mehr Waren über Bahn und Straße transportiert werden.
Auch Schiffe, die mit besonders wenig Wasser unter dem Kiel auskommen, sollen stärker eingesetzt werden.
Bund und Land sind jetzt gefragt
Bei langfristigen Lösungen setzen die Städte vor allem auf Bund und Land. Dazu gehört die geplante Verbesserung und mögliche Vertiefung der Fahrrinnen. Dadurch könnten Schiffe auch bei niedrigem Pegel besser auf dem Rhein fahren und mehr Ladung transportieren.
Kurzfristig gibt es bereits erste Maßnahmen: Unter anderem wurde das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen in betroffenen Bereichen vorübergehend gelockert. Zusätzlich sollen unnötige Baustellen auf wichtigen Ausweichstrecken vermieden werden.
Die drei Städte wollen außerdem ihre eigene Planung an die veränderten Wetterbedingungen anpassen. Dazu gehören etwa mehr Stadtbegrünung, ein vorausschauender Umgang mit Flächen und ein besserer Schutz vor Hochwasser.
Titelfoto: Boris Roessler/dpa
