Wildgänse gefährden Gartenschau: Gegenangriff mit Greifvögeln und Hunden

Von Christoph Driessen

Neuss - In 50 Tagen soll die Landesgartenschau in Neuss starten - doch nun haben Kanada-, Nil- und Graugänse das Gelände für sich entdeckt.

Kanada-, Nil- und Graugänse sorgen auf dem Gelände der Landesgartenschau in Neuss für Ärger. (Symbolfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Sie verursachen "Fraßschäden und erhöhte Kotbelastung", teilte die Landesgartenschau mit. Deshalb sollen nun Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Die Landesgartenschau will dafür unter anderem speziell ausgebildete Hunde und Präventivflüge durch Falkner mit Greifvögeln einsetzen. Außerdem sollen Böschungen angelegt und die Wiesen nicht mehr so oft gemäht werden.

"Wildgänse nehmen die neu angelegten Flächen als attraktiven Lebensraum wahr", sagte Wolfgang Gottbrath, Experte für Wildtiermanagement im urbanen Raum.

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"Unser Vorgehen berücksichtigt die Anforderungen des Natur- und Tierschutzes – insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Schonzeit und der beginnenden Brutphase – ebenso wie den Schutz der Besucherinnen und Besucher, Pflanzungen und öffentlichen Investitionen."

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Die Landesgartenschau sichert zu: "Auch wenn Wildgänse die neu angelegten Flächen im übertragenen Sinne zum Fressen gern haben: Die Eröffnung der Landesgartenschau wird am 16. April wie geplant stattfinden."

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