Schimmel oder Salzkristalle: So erkennt man, ob der Käse noch essbar ist

Ein weißer Rand am Käse? Viele Menschen sind verunsichert, ob es sich dabei um harmlose Salzkristalle oder giftigen Käseschimmel handelt.

Schimmel oder Salz – das steckt hinter den weißen Rändern am Käse

Manchmal treten Kristalle aus dem Käse aus und verursachen weiße Ablagerungen am Rand oder auf der Käsescheibe.
Manchmal treten Kristalle aus dem Käse aus und verursachen weiße Ablagerungen am Rand oder auf der Käsescheibe.  © 123RF/Denis Zavhorodnii

Die meisten kennen es vermutlich: Man freut sich auf ein leckeres Käsebrot, greift in den Kühlschrank und entdeckt weiße Punkte auf dem Käse, die einem direkt den Appetit verderben. Ist das Schimmel am Käserand?

Weiße Ablagerungen können verschiedene Ursachen haben. Es kann sich tatsächlich um giftigen Schimmel handeln, um essbaren Schimmel oder aber um Kristalle aus Kalzium, Eiweiß oder Salz, die sich außen am Käse ablagern.

Kristallablagerungen treten vor allem bei Käsescheiben auf, die größeren Temperaturunterschieden ausgesetzt waren. Dann kann man den Käse aber bedenkenlos essen.

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Doch wie findet man heraus, ob die weißen Punkte am Käse ungesund sind oder nicht? Der Ratgeber klärt auf.

Weitere Tipps aus der Küche gibt es übrigens im TAG24-Ratgeber zum Thema Essen & Trinken.

Daran erkennt man Schimmel oder Kristallablagerungen am Käse

Viele Käsesorten haben einen essbaren Käserand mit Schimmel oder sind von essbarem Blauschimmel durchsetzt wie dieser.
Viele Käsesorten haben einen essbaren Käserand mit Schimmel oder sind von essbarem Blauschimmel durchsetzt wie dieser.  © Unsplash/Jez Timms

Sind die Flecken, Punkte oder ein Pelz am Käse grünlich oder rötlich gefärbt oder mit einer seltsamen Schmiere überzogen, sollte der Käse samt Verpackung sofort entsorgt werden. War der Käse in einer Aufbewahrungsbox, sollte sie gründlich gereinigt und desinfiziert werden, um nicht weitere Speisen mit den Schimmelsporen zu kontaminieren.

Eine Ausnahme bilden Käsesorten, die essbaren grünlich-blauen Schimmel haben wie Roquefort oder Gorgonzola ebenso wie Käsesorten, die erst durch eine Rotschmiere reifen und dadurch einen rötlichen Schimmer bekommen wie Harzer Roller.

Bei hellweißen Ablagerungen am Käse kann es sich entweder um essbaren Schimmel handeln wie beim Brie oder Camembert, der sich vom Käserand her ausgebreitet hat, oder um Kristalle (in geringen Mengen Salzkristalle, vor allem aber Calciumlactat- und Aminosäurekristalle).

Weiße Ablagerungen können durch heraustretende Kalziumkristalle kommen oder dem weißen Schimmelkäserand, der sich ausbreiten kann.
Weiße Ablagerungen können durch heraustretende Kalziumkristalle kommen oder dem weißen Schimmelkäserand, der sich ausbreiten kann.  © 123RF/Heinz Leitner

Schimmel am Käserand? Das Fazit

Hat der Scheibenkäse einige hellweiße Punkte am Rand, kann man davon ausgehen, dass es sich um ungiftige Ablagerungen handelt. Die kann man einfach großzügig wegschneiden, wenn man das Gefühl im Mund nicht mag, und den Rest des Käses genießen. Ein Geruchstest ist oft schwierig, denn gerade würzige Käsesorten und Schimmelkäse, aber auch gereifte Käsesorten haben ohnehin einen strengen Duft, der die Unterscheidung zum verdorbenen Käse erschweren kann.

Ein genauer Blick ist aber immer wichtig: Auch essbarer weißer Schimmel kann verderben und bekommt dann oftmals eine rötliche Färbung oder wird schmierig.

Im Zweifel gilt natürlich:

Lieber ab in die Tonne mit dem Käse, als sich den Magen zu verderben oder Schlimmeres. Um das Wegschmeißen zu vermeiden, sollte man nur die Mengen kaufen, die man auch verzehren kann.

Titelfoto: 123RF/Denis Zavhorodnii

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