Vitaminreich durch den Winter: So müsst Ihr Gemüse lagern, damit es länger frisch bleibt
Deutschland - Heimische Kartoffeln, Kohl, Möhren oder Kürbis sind die Evergreens der Küche in der kalten Jahreshälfte. Als schmackhaftes Wintergemüse bereichern sie jeden Speiseplan. Das Wissen um die Lagerung dieser robusten Arten ist sehr alt. Es gerät aber leider zunehmend in Vergessenheit. Das ist in vielerlei Hinsicht schade, denn die richtige Lagerung entscheidet nicht nur über Haltbarkeit und Geschmack, sondern auch darüber, dass wertvolle Nährstoffe nicht verloren gehen.
Hier ein Auffrischungskurs für das Gedächtnis und Tipps der Verbraucherzentrale Sachsen, wie das Gemüse daheim am besten lange frisch bleibt.
Historischer Exkurs
Lange bevor Kühlschränke und Supermärkte zum Alltag gehörten, sicherte Lagergemüse die Versorgung über den Winter. Arten wie Kartoffeln, Weißkohl, Rotkohl, Möhren, Rote Bete, Sellerie, Pastinaken und Zwiebeln sind von Natur aus dafür geeignet, mehrere Monate gelagert zu werden.
In Deutschland werden diese Gemüse im Herbst geerntet und sind den ganzen Winter über aus regionalem Anbau erhältlich – frisch vom Feld oder aus dem Lager der Direktvermarkter.
Kühl, dunkel und luftig – diese drei Faktoren sind entscheidend für die optimale Aufbewahrung von Lagergemüse. Dabei ist zu beachten, dass die Gemüse ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben.
Kartoffeln
Kartoffeln benötigen eine Temperatur zwischen 4 und 8 Grad. Im Licht bilden sie giftiges Solanin und werden grün. Ideal sind dunkle Kellerräume, Speisekammern oder spezielle Kartoffelkisten. Alternativ können Kartoffeln auch in luftigen, abgedunkelten Behältern in kühleren Räumen der Wohnung lagern. Plastiktüten sind ungeeignet, da sich darin Feuchtigkeit staut.
Kohlsorten
Kohlsorten wie Weißkohl oder Rotkohl mögen es ebenfalls kühl (0 bis 4 Grad). Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben sie mehrere Wochen frisch. Tipp: Angeschnittene Köpfe mit Frischhaltefolie abdecken und aufbewahren.
Wurzelgemüse
Möhren, Rote Bete, Sellerie und Pastinaken bleiben am längsten frisch, wenn sie in feuchten Sand eingeschlagen werden. Traditionell passierte das im Erdkeller. Gemüsefächer in modernen Kühlschränken übernehmen aber auch diese Funktion. Wichtig: Grünes Laub vorher entfernen, sonst entzieht es dem Gemüse Feuchtigkeit.
Zwiebeln und Knoblauch
Zwiebeln und Knoblauch brauchen Trockenheit und Luftzirkulation. Am besten lagert man sie in Netzen, geflochtenen Zöpfen oder offenen Körben an einem kühlen, trockenen Ort. Unbedingt beachten: Kartoffeln nicht zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch aufbewahren, denn beide sondern Gase ab, die das jeweils andere Gemüse schneller verderben lassen.
Kürbisse
Kürbisse können bei Zimmertemperatur mehrere Monate halten, solange sie trocken und luftig stehen. Angeschnittene Kürbisse gehören abgedeckt mit Frischhaltefolie in den Kühlschrank. Dort halten sie sich ein paar Tage, sollten dennoch rasch verbraucht werden.
Tipp: regional kaufen, richtig lagern, Geld sparen
Wer regionales Lagergemüse in größeren Mengen beim Direktvermarkter kauft und zu Hause fachgerecht aufbewahrt, spart nicht nur Geld. So lassen sich auch Berge von Verpackungsmüll und häufige Einkaufsfahrten reduzieren.
Eine Übersicht mit Hofläden und Direktvermarktern in der Region findet Ihr hier: www.verbraucherzentrale-sachsen.de/lebensmittel-aus-der-region
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