Schnelles Rezept: Fingerfarben für Kinder einfach selber machen

Nach Herzenslust matschen und sich nicht auf ein Blatt Papier beschränken müssen? Mit Fingerfarben zum Selbermachen sind der Experimentierfreude und Kreativität der Kinder keine Grenzen gesetzt.

Weitere Basteltipps für Kinder gibt es im Familienratgeber.

Mit selbst gemachten Fingerfarben können schon Kleinkinder malen.
Mit selbst gemachten Fingerfarben können schon Kleinkinder malen.  © 123rf/Grekov

Aus nur vier Zutaten lassen sich bunte Fingerfarben kinderleicht und im Handumdrehen selber machen.

Das hat den Vorteil, dass man genau weiß, aus welchen Inhaltsstoffen die Farben wirklich bestehen und sie zudem auch noch völlig ungiftig und preiswert sind.

Prinzipiell spricht also nichts dagegen, wenn der Nachwuchs mal an der Farbe nascht. Denn gerade die ganz jungen Kinder entdecken die Welt mit all ihren Sinnen. Wie schnell verschwindet dann mal ein Finger im Mund.

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Durch die Zugabe von etwas Salz, welches für eine längere Haltbarkeit sorgen soll, schmecken die Fingerfarben allerdings nicht so gut, sodass sie von den kleinen Künstlern wohl kaum aufgegessen werden.

Im Folgenden gibt es ein Rezept, wie man zusammen mit seinem Kind Fingerfarben selber machen kann, und ein paar Anwendungstipps.

Rezept für Fingerfarben

Aus Säften, Sud oder Gewürzpulver lassen sich schöne Farbtöne erzeugen.
Aus Säften, Sud oder Gewürzpulver lassen sich schöne Farbtöne erzeugen.  © 123RF/victor69

Grundzutaten für ein Gläschen Fingerfarbe:

  • 100 ml kaltes Wasser
  • 5 EL Mehl (alternativ: 1 gehäufter EL bzw. 17 g Speisestärke)
  • 1 EL Salz

Lebensmittel zum Einfärben:

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  • Rot: Rote Beete-Saft, Erdbeersaft, Kirschsaft, Paprikapulver, Johannisbeersaft
  • Gelb: Safran, Currypulver, Kurkuma
  • Blau: Sud aus Blaubeeren oder Rotkohl
  • Grün: Sud aus Spinat oder Brennnesselblättern, Algenpulver, Matchapulver
  • Braun: Zimt, Kakaopulver, Kaffeepulver
  • Orange: Karottensaft

Sonstige Utensilien:

  • leere Gläser mit Deckel
  • Schüssel
  • Löffel
  • Schneebesen

Hinweis: Manche Lebensmittel können bleibende Flecken hinterlassen. Daher ist es ratsam, nicht das beste Geschirr zu verwenden und einen Kleiderschutz zu tragen.

Schritt-für Schritt-Anleitung für Fingerfarben

Fingerfarben sind ruckzuck selber gemacht.
Fingerfarben sind ruckzuck selber gemacht.  © 123rf/phuchit

1. Schritt: Das Mehl in eine Schüssel geben. Unter ständigem Rühren wird das kalte Wasser untergemischt, bis alles gut vermengt ist. Das Salz hinzugeben, dadurch wird die Masse länger haltbar gemacht.

2. Schritt: Im Anschluss kann das Gemisch so lange mit einem Schneebesen glatt geschlagen werden bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.

3. Schritt: Zuletzt wird noch der Fruchtsaft bzw. Sud oder das Gewürzpulver für die gewünschte Farbe in die Masse eingerührt. Je nach hinzugegebener Menge wird die Farbe kräftig oder blass.

Tipp: Bei der Zugabe von Saft oder Sud sollte berücksichtigt werden, dass sich die zusätzliche Flüssigkeit auf die Konsistenz der selbst hergestellten Farbe auswirkt. Ist die Masse zu flüssig geraten, kann noch etwas Mehl untergemischt werden.

Die einzelnen Fingerfarben können nun in die vorbereiteten, möglichst keimfreien Gläser abgefüllt und sofort verwendet werden.

Welche Möglichkeiten es gibt, Gläser richtig sauber zu bekommen, verrät dieser Beitrag:

Gläser sterilisieren: 5 einfache Methoden mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ideen und Anwendungstipps für Fingerfarben

Mit Fingerfarben können Kinder kreative Fensterbilder gestalten.
Mit Fingerfarben können Kinder kreative Fensterbilder gestalten.  © 123RF/alexyask

1. Tipp - Farbkraft: Um die Farbintensität der Fingerfarben zu erhöhen, kann noch etwas Pflanzenöl hinzugefügt werden.

2. Tipp - Anwendungsideen: Mit Fingerfarben können Kinder unter anderem ihre Hand- oder Fußabdrücke auf Papier, Luftballons, alten Bettlaken oder Leinwänden hinterlassen. Es lassen sich damit aber auch wunderbar Fenster, die Badewanne oder Kacheln mit fantasievollen Motiven bemalen, auf denen die Farbe am Ende einfach mit Wasser entfernt werden kann.

3. Tipp - Bodypainting: Fingerfarben können so manche Gegenstände verzieren. Aber sie eignen sich auch prima zum Bodypainting, also dem Bemalen des eigenen Körpers. Nach dem Malspaß lässt sich die Farbe ganz einfach in der Dusche bzw. Badewanne abwaschen.

4. Tipp - Haltbarkeit: Die selbstgemachte Farbe hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen. Sie wird dabei allerdings fester und anfälliger für Keime, Dreck und Schimmel und sollte spätestens dann bzw. wenn sie anfängt komisch zu riechen nicht mehr verwendet werden.

Besser ist es, die Farbe frisch anzurühren und zeitnah zu verbrauchen.

Fazit:

Fingerfarben lassen sich ohne großen Aufwand und sehr günstig kinderleicht selber machen, sind unbedenklich in der Anwendung und bieten jede Menge Bastelspaß.

Damit können nicht nur auf beispielsweise Papier, Eierschalen oder anderen Stoffen tolle Kunstwerke entstehen, sondern auch auf der eigenen Haut gemalt werden.

Titelfoto: 123rf/Grekov

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