Halloween-Kult: So bleibt die Kürbisfratze frisch!

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Dresden - In Sachsen ist es noch nicht so lange Tradition, dass unsere Großmütter Ratschläge dafür parat hätten: Doch für immer mehr junge Familien gehört das Schnitzen von Kürbisfratzen zum Halloween-Brauch. Leider wird das Naturprodukt schnell matschig. Daher einige Tipps, wie die Deko länger hält.

Der Halloween-Kult mit den ausgehöhlten Kürbisfratzen schwappte vor drei Jahrzehnten von Amerika auch nach Sachsen über. Doch die Deko bedarf einiger Vorbereitungen.
Der Halloween-Kult mit den ausgehöhlten Kürbisfratzen schwappte vor drei Jahrzehnten von Amerika auch nach Sachsen über. Doch die Deko bedarf einiger Vorbereitungen.  © 123RF

Gruselgesichter schnitzte man auch schon zu DDR-Zeiten. Allerdings höhlten Kinder die damals noch weit verbreiteten Rüben für ihre Laternen aus. In der Oberlausitz gibt es noch heute Feste mit Rübengeistern (Flenntippln). Kürbisse galten als zu wertvolles Lebensmittel. Ohnehin war lediglich eine Sorte verbreitet, der blasse Riesenkürbis "Gelber Zentner".

Heutzutage ist die Auswahl ungleich höher, doch einige Sorten eignen sich besser zum Schnitzen. Etwa der Hokkaido-Kürbis, dessen festes Fruchtfleisch weniger Wasser enthält. Auch der längliche Butternut-Kürbis macht sich recht gut.

Im Handel werden auch für das Schnitzen perfektionierte Halloween-Kürbisse (z.B. Ghost Rider oder Jack O’Lantern) angeboten, deren Schale sich leicht bearbeiten lässt.

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Damit an der Kürbisfratze längere Zeit Freude bleibt, achte man beim Kauf schon auf das richtige Exemplar. Die Schale sollte makellos sein, ohne Macken oder braune Stellen. Der Klopftest verrät: Ein guter Kürbis klingt hohl. Aus künstlerischen Gründen wählt man einen charaktervollen Stiel.

Bei Transport oder Lagerung vermeide man Beschädigungen oder Druckstellen an der Schale. Diese dient als Schutzbarriere vor Luft, Licht und Mikroben. Drei Hauptgründe, die zum schnellen Vergammeln führen, gilt es entgegenzuwirken: Bakterien, Schimmel und Austrocknung.

Der Deckel wird so groß gestaltet, damit man mit einer Hand bequem das Innenleben entfernen kann.
Der Deckel wird so groß gestaltet, damit man mit einer Hand bequem das Innenleben entfernen kann.  © 123RF

So bleibt das Kunstwerk länger frisch

Um Keime zu vermeiden, wird das Messer kochend heiß abgewaschen oder mit Alkohol desinfiziert.
Um Keime zu vermeiden, wird das Messer kochend heiß abgewaschen oder mit Alkohol desinfiziert.  © 123RF

Daher wird die künftige Deko bereits vor dem Schnitzen einer gründlichen Reinigung unterzogen, bevor das auszuschneidende Gesicht mit einem Wachsmalstift aufgezeichnet wird. Das scharfe Messer und der Löffel sollten vor dem Aushöhlen ebenfalls desinfiziert werden.

Um den Stiel wird ein Deckel ausgeschnitten, damit man bequem mit der Hand hineinkommt. Alle Kerne und Fruchtfleischfäden müssen raus.

Nach dem Schnitzen erhält das Kunstwerk eine weitere Reinigung. Dazu mischt man Wasser mit Essig oder Zitronensaft (Verhältnis 1:1) oder mit Haushaltsbleiche (10:1). Damit wischt man den Kürbis innen und außen ab und trocknet ihn, es entfernt Bakterien und beugt Schimmel vor.

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Dann gilt es, die für Keime besonders anfälligen Schnittstellen zu versiegeln. Umweltfreundliche Varianten sind Vaseline oder Speiseöl.

Soll das Kunstwerk außer Haus stehen, gibt man auch etwas Tabasco hinzu - das verdirbt Nagern die Lust am Anknabbern. Auch mit Haarspray oder Acryllack lassen sich Schnittstellen konservieren, dann gehört der Kürbis aber später nicht auf den Kompost.

Mit einer Mischung aus Wasser mit Essig oder Zitrone beugt man Schimmel vor.
Mit einer Mischung aus Wasser mit Essig oder Zitrone beugt man Schimmel vor.  © Bildmontage: 123RF
Auf den vorher gereinigten Kürbis wird mit einem Wachsmalstift die geplante Fratze gezeichnet.
Auf den vorher gereinigten Kürbis wird mit einem Wachsmalstift die geplante Fratze gezeichnet.  © 123RF

Das ist der perfekte Standort für die Kürbisfratze

LED-Kerzen erzeugen nicht so viel Wärme und sorgen für längere Haltbarkeit.
LED-Kerzen erzeugen nicht so viel Wärme und sorgen für längere Haltbarkeit.  © 123RF

Und man sollte wegen der leichten Entzündbarkeit vorsichtig sein, direkt danach die Kerze und oder das Teelicht hineinzustellen. Dieses offene Feuer lässt die Dekoration wegen der Wärme allerdings schneller Altern. Daher sind LED-Lämpchen zu bevorzugen, die gibt es in verschiedenen Farben und auch mit Flacker-Effekten in Baumärkten.

Eine unbehandelte Kürbislaterne hält nur drei bis vier Tage. Ihre Lebensdauer lässt sich auf zehn bis vierzehn Tage erhöhen, wenn man sie täglich mit Wasser (gern auch mit einem Spritzer Essig) besprüht. Einige schwören auch auf ein tägliches Bad.

Abschließend zum geeigneten Standort: Der ausgehöhlte Kürbis mag weder Sonnenstrahlen, Frost, Schnee noch Regen. Außerdem sollte die Kreation nicht direkt auf dem Boden stehen, sondern auf einer Platte aus Styropor oder einem Blumentopf-Untersetzer.

Wenn das Gruselgesicht nur in den Dämmer- und Abendstunden seine schaurigen Aufgaben erfüllen soll, fühlt es sich in der Nacht und am Rest des Tages in einem kühlen Raum wie dem Keller am wohlsten.

Titelfoto: Bildmontage: 123RF

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