Mit Hund Weihnachten feiern: Diese Gefahren bringt der Advent

Weihnachten kann für Hunde nicht nur stressig, sondern das festliche Essen und die Dekoration echt gefährlich sein. Denn was Hundehaltern im Advent meist eine Freude bereitet, ist für den Hund schädlich und manchmal tödlich.

Zu Weihnachten sind Hunde vielen Gefahren und Risiken ausgesetzt.
Zu Weihnachten sind Hunde vielen Gefahren und Risiken ausgesetzt.  © unsplash/noelle

Der leuchtende Weihnachtsbaum, ein gemütlicher Spaziergang über den Weihnachtsmarkt oder das warme Gefühl im Bauch, wenn der erste Glühwein getrunken wurde, sind nur einige Aspekte, welche Weihnachten zu einer besonderen Zeit machen. Dieses festliche Gefühl teilt man gern mit geliebten Menschen und ebenso mit dem eigenen Hund.

So schön die Weihnachtszeit mit allen Facetten auch sein mag, verbirgt sie doch einige Gefahren für Hunde. Zu viel Stress, wenig Aufmerksamkeit oder tödliche Vergiftungen durch falsche Ernährung vermiesen nicht nur den Tieren die Weihnachtstage, sondern sind eine echte Belastung für die allgemeine Weihnachtsstimmung.

Wer Weihnachten ein besinnliches und fröhliches Fest mit Hund feiern und nicht zum Tierarzt fahren möchte, sollte sich diese Tipps und Tricks aus dem Hunde-Ratgeber zu Herzen nehmen.

Giftig für Hunde: Pfoten weg vom Weihnachtsgebäck und Festmahl

Hundebesitzer sollten ihren Vierbeiner weder mit Plätzchen noch mit anderen Süßigkeiten füttern.
Hundebesitzer sollten ihren Vierbeiner weder mit Plätzchen noch mit anderen Süßigkeiten füttern.  © 123RF/Graham Oliver

Zahlreiche Leckereien und Süßigkeiten versüßen die Adventszeit, Heiligabend und die Feiertage. Bei all den Gaumenfreuden möchte man auch den geliebten Vierbeiner am Festmahl teilhaben lassen und verwöhnt ihn mit Plätzchen, einem Stück vom Kuchen oder der Weihnachtsgans. Doch die gut gemeinte Zuwendung kann dem Hund ernsthaft schaden und sogar zum Tod des Tieres führen.

Giftige Lebensmittel für Hunde:

  • Schokolade
  • Zimt
  • Nüsse
  • Bittermandeln
  • Muskatnuss
  • Süßigkeiten, Plätzchen, Lebkuchen
  • Rosinen, Weintrauben
  • Knochen

Egal wie niedlich und bettelnd der Hund einen auch anschaut, Hundebesitzer sollten ihm nichts vom Weihnachtsessen abgeben und auch die Besucher entsprechend instruieren.

Zudem ist darauf zu achten, dass kein schädliches Essen frei zugänglich ist. Weder Süßigkeiten-Teller noch Essensreste sollten unbeaufsichtigt und für den Hund erreichbar herumstehen. Das betrifft auch den Schoko-Weihnachtsmann auf dem Geschenke-Tisch, dessen Verpackung neben dem in der Schokolade enthaltenen Theobromin eine zusätzliche Gefahr für den Hund darstellt.

Selbst wenn Hundebesitzer zu Weihnachten ihrem Hund spezielle Snacks und Futter geben, sollten sie nicht von der üblichen Futtermenge abweichen. Eine Magenverstimmung bzw. zu viel Fressen ist für den Hund nicht nur sehr schmerzhaft, sondern kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen für das Tier haben.

Welche Lebensmittel ebenso giftig für Deinen Hund sind, erfährst Du unter: 10 Dinge, die Dein Hund auf keinen Fall fressen sollte.

Schädlich für Hunde: Zunge weg von Alkohol und anderen Weihnachtsdrinks

Der Verzehr von Glühwein oder anderen Nahrungsmitteln mit Alkohol kann bei Hunden zum Ableben führen.
Der Verzehr von Glühwein oder anderen Nahrungsmitteln mit Alkohol kann bei Hunden zum Ableben führen.  © 123RF/Kristina Tyryshkina

Glühwein, Punsch und heiße Schokolade wärmen zur besinnlichen Weihnachtszeit von innen. Für den geliebten Vierbeiner sind die winterlichen Getränke jedoch nicht geeignet. Heiße Schokolade aus Milch und Schokolade ist z. B. die Kombination aus gleich zwei für den Hund giftigen Lebensmitteln. Generell sollte der Hund auch zur Weihnachtszeit nur Wasser trinken.

Schädliche Getränke für Hunde:

  • Alkohol
  • Heiße Schokolade
  • Kaffee
  • süße Drinks

Alkohol ist nicht nur in Glühwein enthalten, sondern auch in Süßigkeiten und anderen Leckereien, die ein Hund auf keinen Fall fressen sollte.

Symptome für eine Alkoholvergiftung beim Hund:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Koordinationsschwierigkeiten
  • Atembeschwerden
  • Zittern
  • Apathie
Eine Vergiftung durch Alkohol kann bei Hunden zum Tod führen, weswegen ein sofortiges Handeln notwendig ist. Je kleiner der Hund ist, desto geringer ist die tödliche Dosis.

Gefährlich für Hunde: Dekoration und Weihnachtsbaum sind kein Spielzeug

Hundebesitzer sollten Weihnachtsdekoration an Stellen platzieren, welche für den Hund nicht erreichbar sind.
Hundebesitzer sollten Weihnachtsdekoration an Stellen platzieren, welche für den Hund nicht erreichbar sind.  © Unsplash/Jamie Street

Ein geschmückter Tannenbaum, Lichterketten und Räuchermännchen sorgen in vielen Haushalten für die passende Weihnachtsstimmung. Lebt jedoch ein Hund in der Wohnung, sollte man beim Dekorieren einiges beachten und auf manches verzichten.

Mögliche Gefahrenquellen für den Hund:

  • Räucherkerzen
  • Kerzen, offenes Feuer
  • ätherische Öle
  • Tannennadeln z. B. vom Weihnachtsbaum
  • Weihnachtsstern
  • Eibe
  • Misteln
  • Christrosen
  • Kunstschnee
  • Lametta
  • Lichterketten
  • Baumschmuck
  • Geschenkverpackungen

Das Verpackungsmaterial von Geschenken ist kein Hundespielzeug, denn dieser könnte beispielsweise durch das Verschlucken von Geschenkband Schäden an inneren Organen erleiden. Lametta und Baumkugeln eignen sich ebenso nicht für den Hund zum Spielen.

Für den Hund erreichbare oder heruntergefallene Kleinteile, Metallaufhänger und zerbrochener Baumschmuck können ebenfalls zu einer Gefahr für den Hund werden.

Lichterketten gehören z. B. an den Weihnachtsbaum, aber nicht an den Hund. Auch wenn es vielleicht für ein Foto ganz niedlich aussehen mag, könnte sich das Tier mit der Lichterkette strangulieren oder einen Stromschlag bekommen. Es ist empfehlenswert, auf giftige Pflanzen wie etwa Weihnachtssterne zu verzichten.

Wer die Dekoration zu Weihnachten nicht weglassen möchte, sollte sie an Stellen befestigen, welche der Hund nicht erreichen kann. Der Weihnachtsbaumschmuck sollte hoch genug hängen, der Hund nie unbeaufsichtigt zum Baum gehen können und heruntergefallene Tannennadeln schnell beseitigt werden.

Duft- und Räucherkerzen sollten keine ätherischen Öle enthalten und möglichst selten angemacht werden, denn diese reizen die Schleimhäute des Hundes.

Auch lesenswert: Weihnachten mit Katzen - Wo lauern die 5 größten Gefahren?

Belastend für Hunde: Zu viel Stress und Weihnachtsstimmung

Für einige Menschen sind die Adventszeit, Heiligabend und die Feiertage jedoch auch mit viel Stress und Hektik verbunden. Zahlreiche Weihnachtsfeiern, Einkäufe, Treffen mit Freunden und Familie stehen an, sodass die eigentliche besinnliche Zeit schnell zur anstrengenden Belastung werden kann. Das gilt auch für Hunde und andere Haustiere, die sich von der ganzen Aufregung und Aktion leicht anstecken lassen.

Zu viel Stress äußert sich bei Hunden z. B. durch:

  • vermehrtes Speicheln
  • Stress-Abschütteln
  • Körperspannung
  • Zittern
  • Hecheln
  • Herzrasen
  • Aggression
  • Verdauungsbeschwerden, z. B. Durchfall, Erbrechen
  • Übersprungshandlungen

Auch zeigt der Hund bei zu viel Stress deutliche Verhaltensänderungen wie übermäßiges Bellen, Zerstörungswut oder selbstverletzende Handlungen.

Jedoch können auch Langweile und zu wenig Aufmerksamkeit zum Problem in der Adventszeit für den Hund werden. Findet eine Feier nach der nächsten statt oder sind die Verwandten zu Besuch, dann kann es passieren, dass der Hund weniger Aufmerksamkeit als üblich bekommt, geliebte Rituale entfallen oder Halter ihn zu lange allein lassen. Hunde kann und sollte man in der Weihnachtszeit nicht überall hin mitnehmen. Mehr zu diesem Thema erfährst Du unter: Darum solltet Ihr Euren Hund nicht mit auf den Weihnachtsmarkt nehmen.

Manche Hundehalter ziehen auch ihrem Vierbeiner zu Weihnachten lustige Kostüme oder weihnachtliche Accessoires an. Ob dem Hund da gefällt, ist nicht immer leicht zu erkennen. Manche Hunde wehren sich nicht dagegen, weil sie ihren Besitzern gefallen wollen und deren positive Reaktion das Verkleiden zu einem lohnenswerten Verhalten macht. Jedoch handelt es bei einem Hund um ein Lebewesen und kein Spielzeug, welches nur zur eigenen Unterhaltung dient.

Hunde leiden unter zu viel Weihnachtsstress genauso wie unter zu wenig Aufmerksamkeit.
Hunde leiden unter zu viel Weihnachtsstress genauso wie unter zu wenig Aufmerksamkeit.  © unsplash/Karsten Winegeart

Weihnachtsstress bei Hunden: Die besten Tipps für entspannte Weihnachten mit Hund

Im Idealfall weichen Hundehalter von dem üblichen Tagesablauf und Rhythmus mit Hund auch in der Weihnachtszeit nicht ab. Spiele, Spaziergänge und Kuscheleinheiten sollten auch zur Adventszeit und an den Feiertagen feste Bestandteile des Alltags sein.

Ständige Besuche auf dem Weihnachtsmarkt und lange Feiern mehrmals in der Woche sollten Hundehalter auf ein Minimum reduzieren, was sicherlich auch der eigenen Entspannung dienlich ist.

Laute Weihnachtsmusik und Gespräche sind für den Hund auf die Dauer sehr anstrengend. Ist viel Besuch im Haus, dann kann man dem Hund einen ruhigen Rückzugsort fernab vom Trubel einrichten. Hilfreich ist es auch, dem Besuch vorher zu instruieren, sodass dieser die Aufregung des Hundes nicht noch zusätzlich verstärkt.

Anderseits sollte der Hund auch nicht grundsätzlich vom Fest ausgeschlossen werden. Gibt es für den Hund zur Bescherung vielleicht ein neues Spielzeug, kommt auch keine Langeweile auf.

Gerade an den Feiertagen ist man viel mit dem Auto unterwegs, um z. B. die Verwandten zu besuchen. Hundebesitzer könnten diese durch vorherige Absprachen auf ein Minimum reduzieren und die Lieben stattdessen einladen.

Blinkende Lichterketten und weihnachtliche Kostüme sind nicht unbedingt die beste Wahl für den Hund. Um ein niedliches Weihnachtsfoto zu machen, können Halter sich selbst verkleiden und ihren geliebten Vierbeiner dazuholen.

TAG24 wünscht allen Hundehaltern und ihren Vierbeinern eine sichere und entspannte Weihnachtszeit.

Titelfoto: unsplash/noelle

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