Katzenallergie: Impfung "HypoCat" freut Haustierfans

Zürich - Forscher in der Schweiz haben einen neuen Impfstoff entwickelt, der Allergikern Hoffnung macht, die auf Katzenhaare reagieren.

Nach einer Katzenhaar-Allergie-Impfung steht ausgiebigem Knuddeln nichts mehr im Wege.
Nach einer Katzenhaar-Allergie-Impfung steht ausgiebigem Knuddeln nichts mehr im Wege.  © 123RF: Yupa Watchanakit / Unsplash: Brad Lloyd

Die Augen tränen, die Haut juckt, der Hals kratzt. Es gibt viele Katzenliebhaber, die auf die Haltung einer Hauskatze verzichten, weil sie auf die Katzenhaare allergisch reagieren.

Es gibt aber auch Menschen, die die Körperreaktionen ignorieren und trotz Allergie Katzen als Haustiere halten. Das ist möglich, wenn die Katzenhaarallergie nicht so ausgeprägt ist, doch es kann auch zu lebensbedrohlichem Asthma kommen.

Üblicherweise werden die Körperreaktionen mit Antihistaminika oder Kortison behandelt. Dieser Ansatz zielt aber nur auf die Symptome ab, nicht aber auf die Wurzel des Übels. Das wollten Wissenschaftler der Universität Zürich ändern:

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Sie impfen nicht die Halter, sondern die Tiere. Wer nicht auf seine Katze verzichten möchte und an der Katzenhaarallergie leidet, kann sich jetzt also freuen.

Katzenhaarallergie: Was löst die Reaktion aus?

Das Kuriose an der Katzenhaarallergie ist, dass gar nicht die Haare selbst, sondern der Speichel der Katze die allergischen Reaktionen auslöst. Denn im Katzenspeichel ist ein allergenes Protein, dass bei der täglichen Fellpflege von der Zunge auf das Katzenhaar gelangt.

Wer jetzt mit seiner Katze eine ausgiebige Schmuserunde einlegt, kommt mit diesem Allergie-auslösenden Eiweiß namens "Fel d 1" in Kontakt und reagiert – zumindest bei einer Katzenhaarallergie.

Der Impfstoff "HypoCat" soll dagegen helfen.

Bei der Fellpflege gelangt das allergene Protein vom Speichel auf das Katzenhaar.
Bei der Fellpflege gelangt das allergene Protein vom Speichel auf das Katzenhaar.  © 123RF: Ksenia Samorukova

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Durch die Impfung mit "HypoCat" entwickelt die Katze selbst Antikörper, wird gegen das Allergen immunisiert und überträgt so auch keine allergenen Proteine mehr auf den Menschen.

Die Forscher konnten bis jetzt keine negativen Folgen für die Katzen feststellen.

Es könnte also tatsächlich eine bahnbrechende Entwicklung für Katzenhaarallergiker sein.

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