Katze streicheln: Diese Fehler solltest Du bei Deiner Katze vermeiden

Viele Katzen lieben es, gestreichelt zu werden. Doch dabei kann man so einiges falsch machen. Worauf Du beim Streicheln einer Katze achten solltest, erklärt Dir dieser Katzenratgeber.

Manchmal macht man beim Streicheln der Katze unbewusste Fehler.
Manchmal macht man beim Streicheln der Katze unbewusste Fehler.  © 123RF/elwynn

Eine Katze zu streicheln, ist eine Art, ihr Zuneigung zu zeigen. Diese gut gemeinten Berührungen sind von Katzen jedoch nicht immer gewollt und können ihnen sogar sehr unangenehm sein.

Manche Katzen sind vom Charakter her sehr distanziert und halten ihre Besitzer lieber auf Abstand. Eine solche Katze duckt sich immer beim Streicheln und flieht, sobald man ihr zu nah kommt.

Doch auch wenn die Katze erst die Nähe zu ihren Besitzern gesucht hat, kann es passieren, dass sie plötzlich die Ohren anlegt, die streichelnde Hand angreift oder ausweicht bzw. davonläuft. Diese Verhalten der Katze stellt manche Katzenhalter vor die Frage, was sie falsch gemacht haben.

Dieser Ratgeber stellt Dir die häufigsten Fehler beim Streicheln von Katzen vor und erklärt, worauf Du bei Deiner Katze in Zukunft achten solltest.

Fehler beim Streicheln der Katze

Wer eine Katze streichelt, meint es in den meisten Fällen gut. Es gibt jedoch einiges, was viele Katzen beim Streicheln nicht mögen. Das können unbewusste Versehen der streichelnden Person, aber auch absichtliches Ignorieren der Signale und Körpersprache der Katze sein.

Mögliche Fehler beim Streicheln der Katze sind:

  • Die Katze gegen ihren Willen streicheln.
  • Die Katze zum Streicheln zwingen, bedrängen und verfolgen.
  • Wenn die Katze Zuneigung und Nähe sucht, die Mieze nicht streicheln oder sogar vertreiben.
  • Die Katze mit zu viel Druck, hektisch oder zu schnell streicheln.
  • Die Katze eher zu tätscheln bzw. auf sie zu tippen, als sanft über sie zu streichen.
  • Die Katze mit den Armen umklammern oder festhalten.
  • Die Katze von oben herab streicheln oder sich zum Schmusen über die Katze beugen.
  • Empfindliche Körperstellen der Katze streicheln.
  • Die Katze gegen die Fellwuchsrichtung streicheln.
  • Die Katze beim Streicheln ohne Blinzeln anstarren.
  • Zu versuchen, die Katze in stressigen oder unruhigen Situationen zu streicheln.
  • Die Katze in den falschen Momenten streicheln, z. B. wenn sie schläft oder frisst.

Wenn Katzenhalter diese Fehler zu oft machen, kann es passieren, dass sich die Katze immer mehr distanziert und sich irgendwann überhaupt nicht mehr streicheln lässt.

Beim Streicheln der Katze zu stehen oder sich über sie zu beugen, wird von vielen Katzen nach einer Weile als Drohung verstanden.
Beim Streicheln der Katze zu stehen oder sich über sie zu beugen, wird von vielen Katzen nach einer Weile als Drohung verstanden.  © unsplash/Parker Coffman

Katze richtig streicheln

Beim Streicheln einer Katze gibt es einiges zu beachten. Genau wie Menschen mögen es Katzen nicht immer, ständig angefasst zu werden. Auch haben die Tiere empfindliche Stellen, von denen Katzenhalter besser ihre Finger lassen sollten.

Damit sowohl Halter als auch Katze das gemeinsame Kuscheln richtig genießen können, ist es hilfreich, wenn Katzenbesitzer auf ein paar Grundsätze beim Streicheln der Katze achten.

1. Katze mit der richtigen Technik streicheln

Wird die Katze beim Streicheln grob getätschelt, gegen den Fellwuchs gestrichen oder mit zu viel Druck angefasst, dann zieht sie sich schnell zu zurück. Schnelle, grobe und zu starke Bewegungen beim Streicheln sind für die meisten Katzen unangenehm.

Viele Miezen mögen es, wenn sie vorsichtig mit den Fingerspitzen gekrault werden. Mit der flachen Hand sanft von Kopf zum Schwanz zu streichen, ist für Katzen angenehm. Es gibt auch Katzen, die es mögen, wenn leicht durch ihr Fell gerubbelt wird.

Am besten probiert man vorsichtig verschiedenen Bewegungen beim Streicheln aus. Die Mieze zeigt sehr schnell, was ihr gefällt und welche Technik sie nicht mag.

Die perfekte Technik beim Streicheln für alle Katzen gibt es jedoch nicht. Es kommt immer auf die spezielle Katze und ihre Vorlieben an.

Der Katze sanft über die Stirn zu streichen, gefällt vielen Tieren.
Der Katze sanft über die Stirn zu streichen, gefällt vielen Tieren.  © unsplash/Frank S

2. Katze an den richtigen Körperstellen streicheln

Katzen werden an manchen Körperstellen gerne gestreichelt. Die Körperzonen, wo die meisten Katzen mit Vergnügen gestreichelt werden, nennt man auch "katzogene Zonen".

Katzogene Zonen bei Katzen sind:

  • Kinn und Wangen
  • Schwanzwurzel
  • Schläfen
  • Stirn
  • Nacken
  • Ohren

An anderen Stellen wiederum mögen Katzen überhaupt nicht, wenn sie angefasst werden.

Empfindliche Körperstellen bei Katzen sind:

  • Bauch
  • Beine
  • Nase
  • Pfoten
  • Schwanz

Jede Katze hat jedoch eigene Vorlieben und empfindliche Körperzonen, welche Katzenhalter bei ihrem Tier mit der Zeit herausfinden werden. Je besser die Beziehung zu den Bezugspersonen der Katze ist, desto eher lässt sich die Mieze an empfindlichen Stellen streicheln.

Achtung: Ändert sich die Vorliebe der Katze jedoch schlagartig, kann es sein, dass sie Schmerzen an dieser Stelle hat. Bei einem solchen Verdacht empfiehlt es sich, die Katze in einer Tierarztpraxis untersuchen zu lassen.

3. Katze zum richtigen Zeitpunkt streicheln

Es ist egal, wie süß die Katze manchmal aussieht, Katzenbesitzer sollten ihre Mieze nicht in jeder Situation streicheln. Gerade beim Fressen und Schlafen kann das von ihr ungewollte Streicheln die Katze stressen, was auch Verhaltensstörungen zur Folge haben kann.

Neue Katzen müssen sich oft erst an die andere Umgebung und die neuartigen Eindrücke gewöhnen, sodass sie sich in der ersten Zeit auch von den Haltern distanzieren. Wird der Katze ausreichend Zeit gegeben, dann ist das eine gute Grundlage für das Vertrauen in der Katze-Mensch-Beziehung. Sobald sich die Katze sicher und geborgen fühlt, werden ihre ersten Aufforderungen zum Kuscheln folgen.

Katzenfreunde sollten eine Mieze niemals zum Streicheln zwingen, sie dafür verfolgen oder festhalten.

In der Regel kommt die Katze auf die Besitzer zu, wenn sie Zuneigung und Nähe braucht.

Am besten sind entspannte Situationen, z. B. mit einer Decke auf dem Sofa zu liegen. Eine entspannte und nicht fordernde Körperhaltung wirkt auf die Katze sehr einladend. Besser ist es auch, sich auf Augenhöhe mit dem Tier zu befinden.

Kommt sie dann zu einem, sollte man beim Streicheln stets aufmerksam bleiben, um der Katze nicht wehzutun oder den Punkt zu erkennen, wenn die Katze nicht mehr gestreichelt werden will.

Schlafende Katzen sollten nicht gestreichelt werden, da sie sich gerade erholen und womöglich hochschrecken.
Schlafende Katzen sollten nicht gestreichelt werden, da sie sich gerade erholen und womöglich hochschrecken.  © unsplash/Juan Gomez

Beim Streicheln einer Katze kommt es immer auf das individuelle Tier und dessen Bedürfnisse an. Wichtig ist es jedoch, die Katze auf keinen Fall zu bedrängen und sie zum Kuscheln zu zwingen. Die Katze entscheidet selbst, wann, wo und wie sie gestreichelt werden möchte.

Titelfoto: 123RF/elwynn

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