Von Bernd Glebe
Mainz - Der Impfstoffhersteller Biontech plant die Schließung mehrerer Produktionsstandorte. Das Mainzer Unternehmen begründete die Einschnitte mit einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten und Kosteneinsparungen.
Insgesamt bis zu 1860 Stellen könnten von den Maßnahmen betroffen sein, kündigte das Management des Biopharma-Unternehmens an.
Geplant ist, die Standorte in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen bis Ende 2027 zu schließen. Der Betrieb in Singapur soll voraussichtlich im ersten Quartal 2027 eingestellt werden. Geplant sei ein partieller oder vollständiger Verkauf.
Das Biopharma-Unternehmen rechnet nach vollständiger Umsetzung der Maßnahmen im Jahr 2029 mit wiederkehrenden jährliche Einsparungen von bis zu 500 Millionen Euro.
Die Mittel sollen für die Forschung, Entwicklung und Markteinführung von Medikamenten gegen Krebs eingesetzt werden.
Weniger Umsatz mit Covid‑19-Impfstoffen
Im ersten Quartal verbuchte Biontech einen zurückgehenden Umsatz. Die Erlöse lagen bei 118,1 Millionen nach 182,8 Millionen Euro in den ersten drei Monaten des Vorjahres.
Der Rückgang sei vor allem auf niedrigere Umsätze mit den Covid‑19-Impfstoffen zurückzuführen.