Kanzler Merz ruft nach Bluttat von Trier Familie des Opfers (†22) an: "War ein emotionales Gespräch"

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Von Birgit Reichert

Landstuhl/Trier/Berlin - Nach dem tödlichen Angriff auf einen Studenten in Trier hat Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) die Familie des Opfers angerufen.

Die Bundesregierung bestätigte den Anruf von Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) bei der Familie des in Trier getöteten Studenten.
Die Bundesregierung bestätigte den Anruf von Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) bei der Familie des in Trier getöteten Studenten.  © Oliver Berg/dpa

"Es war ein emotionales Gespräch", sagte der Vater des getöteten 22-Jährigen, Thomas Dick, in Landstuhl im Kreis Kaiserslautern. Die Bundesregierung bestätigte den Anruf von Merz bei der Familie. Zuvor hatte "Bild" darüber berichtet.

Der Student war am vergangenen Mittwoch in Trier in der Nähe der Universität Trier erstochen worden. Tatverdächtig ist ein 22 Jahre alter Afghane. Er soll aus unbekannten Gründen auf offener Straße mit einem Küchenmesser mindestens zweimal in den Oberkörper des Studenten gestochen haben.

Täter und Opfer sollen sich nicht gekannt haben. Den Ermittlungen zufolge hat der Tatverdächtige eine psychische Erkrankung, wegen der er in jüngerer Zeit in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung gewesen sei.

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Er wurde nun einstweilig in der geschlossenen forensischen Psychiatrie untergebracht.

Eltern kämpfen dafür, dass sich so eine Tat nie wieder wiederholt

Die Eltern kämpfen dafür, dass sich so eine Tat nie wieder wiederholt. Diese Botschaft hätten sie auch Kanzler Merz mitgegeben, sagte der Vater. "Politik, ändert was, setzt euch zusammen, beschließt was, macht was!".

Seit Montagmorgen liegt im Rathaus in Landstuhl ein Kondolenzbuch aus, in dem Bürger ihre Anteilnahme und Trauer ausdrücken können, wie ein Sprecher der Verbandsgemeinde mitteilte. "Es gibt hier eine allgemeine Betroffenheit."

Das Opfer sei ein "Original-Landstuhler" gewesen. Eine Sprecherin ergänzte, das Buch liege bis zur Beisetzung aus, die noch nicht terminiert sei. "Die kommunale Spitze hat sich bereits eingetragen."

Kerzen stehen an der Stelle, wo der Student bei einem Angriff auf offener Straße in Trier getötet worden ist.
Kerzen stehen an der Stelle, wo der Student bei einem Angriff auf offener Straße in Trier getötet worden ist.  © Harald Tittel/dpa

Tatverdächtiger seit über zehn Jahren in Deutschland

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums lebt der Tatverdächtige seit mehr als zehn Jahren in Deutschland. Er war demnach als unbegleiteter Minderjähriger eingereist. Ein Asylantrag wurde 2017 abgelehnt, es wurde aber ein "zielstaatsbezogenes Abschiebungsverbot" festgestellt. Sein Aufenthalt war in der Folge also erlaubt.

2023 erteilte die Ausländerbehörde Trier eine Niederlassungserlaubnis. Der 22-Jährige hat hier die Schule besucht, eine Berufsausbildung abgeschlossen und war demnach seit mehreren Jahren berufstätig.

Titelfoto: Bild-Montage_ Harald Tittel/dpa, Oliver Berg/dpa

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