Luchs ausgewildert: Koda streift jetzt durch den Pfälzerwald
Von Christian Schultz
Mainz - Erstmals seit Jahren ist wieder ein Luchs im Pfälzerwald ausgewildert worden. Das Männchen namens Koda soll dazu beitragen, die genetische Vielfalt des Luchsbestandes in dem Biosphärenreservat langfristig zu sichern, wie das Umweltministerium in Mainz mitteilte.
Koda ist im Mai vergangenen Jahres im Tiergarten Nürnberg zur Welt gekommen. Im Februar dieses Jahres zog der Luchs in ein Gehege des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe, dort wurde er laut Ministerium auf die Auswilderung vorbereitet.
Luchse waren im Rahmen eines von 2016 bis 2021 laufenden Projekts der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz sowie der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft wieder im Pfälzerwald angesiedelt worden.
Die Population umfasste den Angaben zufolge zunächst 20 Tiere.
Zuletzt stellten Experten dort ein erhöhtes Risiko von Inzucht fest. Dem Ministerium zufolge gab es bereits verwandtschaftliche Paarungen von Luchsen und als Folge dessen nicht überlebensfähige Jungtiere.
"Um dem entgegenzuwirken, sollen in den nächsten fünf Jahren jährlich ein bis zwei genetisch passende Luchse ausgewildert werden", sagte Umweltministerin Christine Schneider (54, CDU). Bei Bedarf könne das Projekt über weitere zehn Jahre fortgesetzt werden.
Titelfoto: Boris Roessler/dpa
