Zug kracht in Transporter: Explosionen, Trümmerfeld und ein Schwerverletzter

Von Marcel Gnauck

Insheim - Nach dem Zusammenstoß eines Autotransporters und eines Regionalzugs in der Südpfalz zeigt sich das ganze Ausmaß des Schadens: Ein Trümmerfeld von mehreren hundert Metern, ein in Brand geratenes Auto und ein schwer verletzter Fahrer.

In Insheim ist es an einem Bahnübergang zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Zug und ein Lastwagen sind kollidiert.
In Insheim ist es an einem Bahnübergang zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Zug und ein Lastwagen sind kollidiert.  © Henry Mungenast/EinsatzReport24

Die Ermittler schätzen den Sachschaden auf mehrere 100.000 Euro. Drei weitere Menschen wurden leicht verletzt. 

Nach Angaben der Polizei war der Fahrer des Autotransporters im stockenden Verkehr mit seinem Auflieger auf dem Bahnübergang in Insheim (Landkreis Südliche Weinstraße) stehen geblieben, als sich ein Regionalexpress näherte.

Der Lokführer habe trotz einer Notbremsung den Zug nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen können, hieß es. Es kam zur Kollision. 

Explosionen und Brände waren laut Polizeiangaben die Folge.
Explosionen und Brände waren laut Polizeiangaben die Folge.  © Henry Mungenast/EinsatzReport24

Herumfliegende Trümmerteile verletzen Fahrer

Der Transporter-Fahrer schaffte es noch, auszusteigen, wurde aber durch herumfliegende Trümmerteile schwer verletzt, wie die Polizei weiter mitteilte.

Trümmer trafen auch ein Auto auf einem nahe gelegen Parkplatz und setzen dieses in Brand. Das Trümmerfeld soll sich über mehrere hundert Meter erstrecken. Auch der Transporter geriet in Brand. Zudem soll es mehrere Explosionen gegeben haben. 

Drei Zugpassagiere erlitten den Angaben nach durch die Wucht des Aufpralls leichte Verletzungen. Alle Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Kurz nach dem Vorfall war die Polizei noch von vier Leichtverletzten ausgegangen. 

Der entstandene Schaden wird nach dem derzeitigen Ermittlungsstand auf mehrere 100.000 Euro geschätzt.
Der entstandene Schaden wird nach dem derzeitigen Ermittlungsstand auf mehrere 100.000 Euro geschätzt.  © Henry Mungenast/EinsatzReport24

Gleisbett muss überprüft werden

Die Bergungsarbeiten dauerten in der Nacht noch immer an. Die Strecke werde auf jeden Fall bis zum Morgen gesperrt sein, hieß es.

Es sei noch unklar, ob es Schäden am Gleisbett gibt, sagte ein Polizeisprecher. Dies solle in den Morgenstunden überprüft werden. Danach werde über die Freigabe der Strecke entschieden.

Erstmeldung vom 23. März um 22.03 Uhr; Update vom 24. März um 6.57 Uhr.

Titelfoto: Henry Mungenast/EinsatzReport24

Mehr zum Thema Rheinland-Pfalz Unfall: