Waldbrand in Gebiet mit Kampfmitteln bei Bad Kreuznach: Explosionen und Evakuierung
Von Christian Schultz
Traisen - Ein Waldbrand in einem mit Kampfmitteln belasteten Gebiet hat einen großen Einsatz im Kreis Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) ausgelöst und zur teilweisen Räumung des Ortes Traisen geführt.
Wegen der Kampfmittel in dem Gebiet mussten die Löscharbeiten zeitweise unterbrochen werden, wie der Kreis mitteilte. Für betroffene Anwohner wurde eine Notunterkunft eingerichtet.
Der Waldbrand war laut Kreis am Samstagnachmittag an einem Steilhang in der Nähe von Traisen ausgebrochen.
Am späten Samstagabend wurden erst einzelne Gebäude in unmittelbarer Nähe zu dem Waldbrand geräumt, in der Folge entschieden die Einsatzkräfte, mehrere Straßen im nördlichen Teil Traisens zu räumen.
Explosionen im Brandgebiet
Menschen mussten bis 2 Uhr in der Nacht Gebäude in einem Radius von einem Kilometer um den Brand verlassen, eine Notunterkunft wurde eingerichtet - und zwar in der Birkenberghalle in Roxheim.
Der Kreis bot älteren oder kranken Menschen sowie Müttern mit Kindern unter drei Jahren an, sich zu melden, damit Hotelzimmer vermittelt werden können.
Es bestehe derzeit keine Gefahr für die Häuser im Evakuierungsgebiet, die Räumung erfolge vorsorglich, betonte der Kreis.
Es habe Explosionen in dem Gebiet gegeben, der herbeigerufene Kampfmittelräumdienst bewerte die Lage fortlaufend, berichtete eine Kreissprecherin.
Schneisen und Wasser gegen Ausbreitung der Flammen
Die Feuerwehr versuchte, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Dafür sollten nach Angaben der Kreissprecherin Schneisen am Rand des Brandgebietes geschlagen werden. Außerdem sollte der Brand mithilfe von Bewässerung an der Feuerfront in Grenzen gehalten werden.
Vor Ort war auch die sogenannte Schnelleinsatzgruppe Verpflegung des Kreisverbandes Bad Kreuznach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).
Sie übernahm die Versorgung der Einsatzkräfte, in einer Phase, in der auch in der Umgebung viele hitzebedingte Einsätze gefahren werden mussten.
Titelfoto: Sebastian Schmitt/dpa