Batterie statt Diesel: Sachsen-Anhalts Regionalzüge sollen elektrifiziert werden

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Von Daniel Josling

Magdeburg - Reisende im Regionalverkehr in Sachsen-Anhalt sollen künftig zunehmend mit batteriebetriebenen Zügen unterwegs sein.

Die erste Strecke für Akkuzüge soll zwischen Halle und Querfurt umgesetzt werden. (Symbolbild)
Die erste Strecke für Akkuzüge soll zwischen Halle und Querfurt umgesetzt werden. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa

Wie aus einer Studie im Auftrag des landeseigenen Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) hervorgeht, sind Akkuzüge die günstigste und praktikabelste Alternative zu Dieselzügen auf Strecken ohne Oberleitung.

Demnach sollen Dieselfahrzeuge im Schienenpersonennahverkehr in den kommenden Jahren schrittweise durch emissionsfreie Fahrzeuge ersetzt werden. Die Akkuzüge laden ihre Batterien auf elektrifizierten Streckenabschnitten oder an speziellen Ladepunkten auf und können anschließend auch Strecken ohne Oberleitung zurücklegen.

Nach Angaben der NASA liegt die Reichweite im Batteriebetrieb derzeit bei bis zu 120 Kilometern.

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Um die Fahrzeuge im bestehenden Streckennetz einsetzen zu können, müssten auf einigen Verbindungen sogenannte Oberleitungsinseln und Ladestationen gebaut werden.

Die Züge könnten ihre Batterien dabei während der Fahrt unter der Oberleitung oder bei längeren Aufenthalten an Bahnhöfen aufladen, hieß es weiter.

Umstieg soll schrittweise erfolgen

Bis die Züge im Einsatz sind, dauert es noch mehrere Jahre. (Symbolbild)
Bis die Züge im Einsatz sind, dauert es noch mehrere Jahre. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa

Als mögliche Einsatzstrecke nennt die NASA die S-Bahn-Linie S11 zwischen Halle und Querfurt. Dort werde geprüft, ob Akkuzüge bereits vor dem nächsten Verkehrsvertrag im Jahr 2032 eingesetzt werden können.

Auf dieser Strecke seien nach Angaben des Unternehmens keine zusätzlichen Elektrifizierungsmaßnahmen erforderlich. Fahrgäste könnten von moderneren, größeren und leiseren Fahrzeugen profitieren.

Ein schneller Austausch der bestehenden Dieselzüge sei allerdings nicht vorgesehen. Die derzeit eingesetzten Fahrzeuge seien erst seit rund sieben Jahren im Betrieb.

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Zudem müssten zunächst Ladeinfrastruktur geschaffen, neue Fahrzeuge beschafft und Werkstätten angepasst werden.

Langfristig erwartet die NASA Vorteile infolge geringerer Energie- und Wartungskosten sowie eines klimafreundlicheren Betriebs.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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