Eis an Stromleitungen: Netzbetreiber will Gerüste und Sicherheitsnetz errichten

Von Sabrina Gorges

Hüttenrode - Im Fall der seit Montag stillgelegten und von Eisbehang betroffenen Hochspannungsleitung bei Hüttenrode im Harz wartet der Netzbetreiber für eine gefahrlose Begutachtung auf besseres Wetter.

Der Dauerfrost hat im Harz zu vereisten Halteseilen von Hochspannungsleitungen geführt.  © Matthias Bein/dpa

"Wir hoffen, dass das Eis abtaut", sagte Lars Günsel vom Netzbetreiber Avacon. "Momentan können wir da niemanden hinschicken, der das alles gefahrlos untersuchen könnte." Erst, wenn der Schaden beurteilt sei, könne die Reparatur beginnen. Die Stromversorgung sei gewährleistet.

Als Nächstes soll ein Gerüst jeweils rechts und links der gesperrten L94 aufgebaut und ein Sicherheitsnetz gespannt werden, hieß es. Die Straße befindet sich unter dem betroffenen Leitungsabschnitt.

Laut Avacon gibt es zwei voneinander unabhängige Schäden durch starken Einsbehang an einem Erdseil, das keinen Strom führt. Es diene dem Schutz und Halt der Freileitung.

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Das Eis sei eine Zusatzlast und die Bruchgefahr hoch. Die L94 zwischen Hüttenrode und Almsfeld bleibe gesperrt, bis kein Risiko mehr bestehe.

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Gefrorener Nebel lagert sich ab

Bei dem Eisbehang handelt es sich laut Deutschem Wetterdienst höchstwahrscheinlich um Nebelfrostablagerungen, da es in den vergangenen Tagen im Harz bei Dauerfrost immer wieder Nebel und Hochnebel gegeben habe.

Diese könnten ein ziemliches Gewicht entwickeln, sagte eine Meteorologin. Der Ostwind spiele auch eine Rolle.

Zum Wochenende kündige sich aber ein Wetterwechsel mit Tagestemperaturen im leichten Plusbereich an. In der Nacht bleibt es aber weiter frostig, sagte sie.

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