Fachkräfte auf vier Pfoten: Polizeihunde in Sachsen-Anhalt sind länger im Einsatz
Von Jonas Lohrmann
Magdeburg - Die Diensthunde der Polizei in Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr seltener, dafür aber länger eingesetzt worden.
2025 waren die Tiere an rund 1900 Einsätzen beteiligt und kamen dabei auf etwa 7700 Einsatzstunden, wie eine Sprecherin vom Innenministerium mitteilte. 2024 waren 82 Polizeihunde in 2067 Einsätzen insgesamt 6933 Stunden im Einsatz gewesen.
Aktuell verfügt die Landespolizei über 83 Diensthunde mit 77 Diensthundführerinnen und Diensthundführern. Am häufigsten kamen im vergangenen Jahr Fährtenspürhunde zum Einsatz.
Sie wurden in 1118 Fällen angefordert, etwa für die Suche nach vermissten Personen oder der Fahndung nach Verdächtigen.
Sprengstoffspürhunde wurden 229-mal eingesetzt, Schutzhunde 242-mal. Rauschgiftspürhunde unterstützten die Polizei in 187 Einsätzen.
Zudem wurden atypische Personenspürhunde 66-mal, Datenträgerspürhunde 48-mal, Brandmittelspürhunde 22-mal und Leichenspürhunde 14-mal angefordert.
Ausbildung im Kreis Wittenberg
Innenministerin Tamara Zieschang (55, CDU) bezeichnete die Tiere als unverzichtbare Unterstützung für die Polizei. "Sie ergänzen ihre menschlichen Partner in den unterschiedlichsten Einsätzen", erklärte sie.
Mit neuen Hunderassen und Trainingsansätzen investiere die Polizei gezielt in die Zukunft der spezialisierten Spürhundarbeit.
Die Polizei erprobt dafür auch neue Ausbildungsansätze. So wird die Labradorhündin "Gerda" derzeit für die Personensuche ausgebildet. Die English-Springer-Spaniel-Hündin "Monte" soll künftig zur Sprengstoffsuche eingesetzt werden.
Ausgebildet werden die Tiere an der Diensthundführerschule in Pretzsch im Landkreis Wittenberg. Dort werden die Hunde angekauft, trainiert und während ihrer gesamten Dienstzeit begleitet.
Die Einrichtung bildet auch Diensthunde für andere Bundesländer aus und unterstützt internationale Projekte der Polizeiausbildung.
Titelfoto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

