Von Dörthe Hein
Zörbig - Im VSB-Windpark bei Zörbig (Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt) werden fünf alte Windräder aus dem Jahr 2003 durch drei neue, leistungsfähigere Anlagen ersetzt.
Der neue Windpark werde künftig etwa das Zehnfache an Strom erzeugen, teilte das Energieministerium zum symbolischen Spatenstich mit. Der neue Windpark soll 2027 in Betrieb genommen werden.
Mit den erwarteten 65,7 Gigawattstunden pro Jahr ließen sich rechnerisch rund 18.500 Drei-Personen-Haushalte klimafreundlich versorgen.
Die Anlagen haben dann eine Nabenhöhe von 175 statt bisher 74 Metern. Die Rotorblätter sind den Angaben zufolge 86 Meter lang.
"Repowering ist ein zentraler Baustein, um unsere Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien zu erreichen", sagte Energieminister Armin Willingmann (63, SPD). "Der erzeugte Strom fließt ins öffentliche Netz, stärkt die Energieversorgung und macht uns unabhängiger von Importen fossiler Energieträger. Das ist ein wichtiger Pluspunkt – gerade mit Blick auf die aktuell wieder drastischen Preissprünge bei Öl und Gas infolge des Iran-Krieges."
Auf der Basis des Akzeptanz- und Beteiligungsgesetzes, das im Herbst 2025 vom Landtag beschlossen wurde, erhielten Standortgemeinden erstmals verpflichtende Zahlungen.
Für jedes neue Windrad sind das pro Megawatt Nennleistung jährlich mindestens 5500 Euro. Laut Ministerium macht das beim Repowering-Windpark Löberitz mindestens 118.800 Euro. In ertragreichen Jahren könne die Beteiligung höher ausfallen.