ÖPNV-Streik eskaliert: Verdi stellt Nahverkehr für vier Tage ein

Von Daniel Josling

Naumburg - Nachdem ein geplanter Warnstreik im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) kurzfristig abgesagt worden war, müssen sich Fahrgäste nun doch auf Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, soll nun von Dienstag (24. März) bis Freitag (27. März) gestreikt werden.

Das trifft vor allem Pendler und Schüler hart: Vier Werktage lang soll gestreikt werden. (Symbolbild)
Das trifft vor allem Pendler und Schüler hart: Vier Werktage lang soll gestreikt werden. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Auslöser ist ein gerichtliches Vorgehen der Personenverkehrsgesellschaft Burgenlandkreis (PVG) gegen den ursprünglichen Streikaufruf. Verdi zog den Ausstand daraufhin zunächst zurück und kündigte nun einen neuen Termin an.

Für Pendler und Schüler bedeutet das: Der Ausstand dürfte stärker in den Alltag eingreifen, da er nicht mehr ein Wochenende einschließt, sondern an vier Werktagen stattfindet.

Verdi wirft der Arbeitgeberseite vor, den Konflikt verschärft zu haben. "Die Geschäftsführung der PVG Burgenlandkreis hat mit ihrem gerichtlichen Vorgehen das Gegenteil von dem erreicht, was sie offenbar bezweckte", sagte Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt.

Endgültiges Aus für Autozulieferer in Sachsen-Anhalt: Über 300 Stellen futsch!
Sachsen-Anhalt Endgültiges Aus für Autozulieferer in Sachsen-Anhalt: Über 300 Stellen futsch!

Statt den Druck auf die Beschäftigten zu erhöhen, habe die PVG Burgenlandkreis den Tarifkonflikt eskalieren lassen und den Schaden für die Bevölkerung vergrößert.

Eine Stellungnahme der PVG war zunächst nicht zu erhalten.

Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen im Nahverkehr. Verdi fordert unter anderem Entlastungen bei Arbeitszeiten und bessere Arbeitsbedingungen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

Mehr zum Thema Sachsen-Anhalt: