Gärtner will Pfingstrosen für die Ewigkeit züchten: "So werde ich nicht vergessen"

Nauendorf - Die Gärtnerei von Steffen Schulze in Nauendorf (Saalekreis) zählt zu den bedeutendsten Pfingstrosenfarmen Deutschlands. Der Beitrag "Unser Dorf hat Wochenende" gewährt Einblicke in die besondere Arbeit.

Auf das Konto von Pfingstrosenzüchter Steffen Schulze gehen rund 50 eigene Sorten.  © MDR/Norbert Roßbach

Im Jahr 2003 kündigte der gelernte Landschaftsarchitekt seinen Job im Grünflächenamt Halle, um die Gärtnerei seines Vaters zu übernehmen – und mit der Pfingstrosen-Zucht zu beginnen.

Inzwischen finden sich in seinem Garten mehr als 600 verschiedene Sorten, die regelmäßig genau geprüft und veredelt werden müssen. Das ist ein langwieriger Prozess, der von der Auswahl bis hin zur Blüte Jahre dauert: "Man sagt, der Gärtner muss wie eine Schildkröte werden, damit er noch erlebt, was dann dabei rauskommt."

So kann es passieren, dass seine Sorten vielleicht noch in 100 oder 200 Jahren gehandelt werden und er weltweit als ihr Züchter in die Geschichtsbücher eingehen wird. "So werde ich so schnell nicht vergessen auf dieser Welt", erklärt Schulze stolz.

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Rund 50 Sorten habe er im Laufe der Zeit gezüchtet. Die Ergebnisse kann man auf seinem Grundstück nahe der A14 während der Hauptblütezeit bewundern.

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Pfingstrosenzüchter aus Nauendorf: "Ich bin ein einfacher Gärtner"

Sein Garten in Nauendorf ist ein wahres Spektakel für die Augen.  © MDR/Jim Günther

Von dem von der Presse an ihn vergebenen Spitznamen "Pfingstrosenpapst" hält Schulze übrigens nicht sonderlich viel. Dafür ist er zu bescheiden.

"Ich bin ein einfacher Gärtner", sagt er in der Sendung. "Ich berate zwar auch die Menschen, aber deswegen fühl' ich mich nicht wie ein Papst."

Die komplette Nauendorf-Ausgabe von "Unser Dorf hat Wochenende" könnt Ihr ab sofort in der ARD-Mediathek gucken.

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