Von Simon Kremer
Magdeburg - Drei Monate vor der Landtagswahl haben die Parteien damit begonnen, erste Plakate in der Landeshauptstadt Magdeburg aufzuhängen.
Wie die Grünen und die SPD auf Anfrage mitteilten, starteten sie am Samstag mit dem Plakatieren. Die Linke beginnt demnach am Sonntagvormittag mit der Plakatierung, die FDP ebenfalls im Laufe des Wochenendes.
Die AfD hatte am Freitag ihre Wahlkampagne offiziell vorgestellt. Sie will nach eigenen Angaben allein über den Landesverband knapp 50.000 Plakate aufhängen. Dazu kämen eigene Plakate der Kreisverbände.
Die Linke werde landesweit rund 16.500 Plakate aufhängen, sagte ein Sprecher. Die Grünen hängen nach Parteiangaben rund 7500 Plakate auf, die SPD will im Land mit rund 40.000 Plakaten sichtbar sein. Dazu kommen jeweils noch mobile Großflächen und digitale LED-Tafeln, wie es hieß.
In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt.
Große Unterschiede im Wahlkampf-Budget
Die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD will dann erstmals in Deutschland die Regierung erobern. In Umfragen lag sie zuletzt mit rund 40 Prozent deutlich vor der regierenden CDU, die zwischen 24 und 26 Prozent erreichte.
Auch die finanziellen Mittel sind bei der AfD deutlich höher. So rechnet die Partei mit einem Wahlkampfbudget von rund 1,5 Millionen Euro. Die Grünen planen nach eigenen Angaben mit den Budgets der Kreisverbände mit etwas mehr als einer Million Euro.
Das Budget für den SPD-Landesverband liegt den Angaben nach bei 1,1 Millionen Euro, hinzu kommt das der Kandidierenden. Die Linke veranschlagt als Gesamtbudget etwa 562.000 Euro. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze (46) will sich erst nach ihrem Parteitag am nächsten Wochenende zur Wahlkampagne äußern.
Während landesweit erst sechs Wochen vor der Wahl, also Ende Juli, mit dem Plakatieren begonnen werden darf, gilt in Magdeburg eine Sonderregel, die die Wahlwerbung bereits ab drei Monaten vor der Wahl erlaubt.