Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Linke offen für Zusammenarbeit mit der CDU

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Magdeburg - Sachsen-Anhalt wählt am 6. September einen neuen Landtag. Das Ergebnis könnte knapp ausfallen und ein Machtwechsel bevorstehen.

In Sachsen-Anhalt steht am 6. September die Landtagswahl an.
In Sachsen-Anhalt steht am 6. September die Landtagswahl an.  © Matthias Bein/dpa

Nach einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD wird das Bündnis aus CDU, SPD und FDP, das derzeit regiert, womöglich nicht wieder zusammenkommen.

Stärkste Kraft wäre demnach die vom Verfassungsschutz gesichert rechtsextreme AfD mit über 40 Prozent der Stimmen. Die Union und die Linke liegen auf Platz zwei und drei mit 23 und elf Prozent dahinter.

Ob SPD, BSW, Grüne und FDP es überhaupt in den Landtag schaffen, ist ungewiss. Derzeit könnten sie an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern oder nur knapp darüber kommen.

Nach Verbot der rechtsextremen "Artgemeinschaft": Razzia bei zwei AfD-Landtagskandidaten
Landtagswahl Sachsen-Anhalt Nach Verbot der rechtsextremen "Artgemeinschaft": Razzia bei zwei AfD-Landtagskandidaten

Alle Entwicklungen rund um die Wahl lest Ihr im TAG24-Liveticker.

28. August, 10.10 Uhr: 31 Prozent der Befragten noch ohne Wahlentscheidung

Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wissen laut dem ZDF-Politbarometer 31 Prozent der Befragten noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Bei der Frage, wen sie lieber als Ministerpräsidenten hätten, liegt CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze (47) mit 48 Prozent deutlich vor AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) mit 32 Prozent. Schulze und Siegmund erhalten bei der Bewertung auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf allerdings nur bescheidene Werte: Schulze kommt auf 0,1, Siegmund auf minus 0,4.

28. August, 8.58 Uhr: Linke zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit mit der CDU

Linke-Fraktionschef Sören Pellmann (49) hält nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine Zusammenarbeit mit der CDU für möglich. Denkbar sei etwa ein Tolerierungsmodell wie in Sachsen oder Thüringen.

Voraussetzung sei allerdings, dass die Linke in wichtigen politischen Fragen mitreden könne, wie etwa bei der Innenpolitik, Bildung und der gesundheitlichen Versorgung auf dem Land. Hintergrund sind die derzeit schwierigen Mehrheitsverhältnisse.

28. August, 6.31 Uhr: Razzia bei AfD-Landtagskandidaten in Sachsen-Anhalt

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Halle liefen die Durchsuchungen Donnerstagmorgen bis zum Mittag. (Symbolbild)
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Halle liefen die Durchsuchungen Donnerstagmorgen bis zum Mittag. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Kurz vor der Landtagswahl haben Einsatzkräfte im Zusammenhang mit dem Verbot der rechtsextremen "Artgemeinschaft" auch Objekte der AfD-Landtagskandidaten Simon Lansmann und Sebastian Koch durchsucht.

Insgesamt wurden 15 Objekte in fünf Bundesländern durchsucht. Beide Politiker weisen eine Verbindung zur "Artgemeinschaft" zurück.

Die Vereinigung vertrat eine völkisch-rassistische und antisemitische Ideologie und wurde 2023 vom Bundesinnenministerium verboten.

27. August, 14.25 Uhr: Wahl-O-mat mehr als 830.000 Mal aufgerufen

Das beliebte Online-Tool, womit Bürger ihre Interessen mit den Positionen der Parteien abgleichen können, wurde bis Mittwoch insgesamt 831.757 genutzt - so oft wie noch nie! Bei der vorherigen Landtagswahl in 2021 waren es nur etwa halb so viele Zugriffe.

Der "Wahl-O-mat" zeigt den Nutzern 38 Thesen, bei denen sie zwischen "Stimme zu", "Neutral" und "Stimme nicht zu" auswählen können. Anschließend werden die Antworten mit den Positionen der Parteien, die zur Wahl stehen, verglichen und zeigen, zu wie viel Prozent die Meinungen des Nutzers und der Parteien übereinstimmen.

27. August, 12 Uhr: Sven Schulze und Ulrich Siegmund liefern sich Schlagabtausch

In der MDR-Wahlarena am Mittwochabend maßen sich der amtierende Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) und der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) in einer hitzigen Diskussion.

Das Duell drehte sich vor allem um die Themen Arbeitskräftemangel, Wirtschaft und Migration. Alle Highlights aus dem Wahlduell lest Ihr im TAG24-Artikel: "Wilder Schlagabtausch im Wahlduell: Schulze und Siegmund diskutieren vor Landtagswahl"

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35, l.) und Sachsen-Anhalts amtierender Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) messen sich im MDR-Wahlduell.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35, l.) und Sachsen-Anhalts amtierender Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) messen sich im MDR-Wahlduell.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

27. August, 9.27 Uhr: AfD liegt in Umfragen weiter vorn

Nach jüngsten Umfragen wäre die vom Verfassungsschutz gesichert rechtsextremistische AfD derzeit stärkste Kraft mit 42 Prozent, hätte aber weiterhin keine Mehrheit.

Die CDU verliert weiter an Prozentpunkten und kommt nur noch auf etwa 22 Prozent der Wählerstimmen. Alle Umfrageergebnisse lest Ihr im TAG24-Artikel: "Letzte Umfrage vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD ohne absolute Mehrheit, CDU verliert weiter"

27. August, 7.52 Uhr - Grünen-Spitzenkandidatin: "Reale Gefahr, dass eine faschistische Partei die Alleinregierung übernimmt"

Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz (48).
Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz (48).  © Ralf Seegers

In einem Interview mit TAG24 erklärte die Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz (48), dass die Wählerstimmen in der anstehenden Landtagswahl für sie eine größere Wichtung haben als zuvor.

"Erstmals seit 1945 [besteht] die reale Gefahr, dass eine faschistische Partei die Alleinregierung übernimmt", so die 48-Jährige. In Sachsen-Anhalt stehe viel auf dem Spiel, besonders Sozialträger und die Kulturlandschaft würden vor einer AfD-Regierung bangen, so Sziborra-Seidlitz.

"Die Leute sitzen auf gepackten Koffern. 80 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt sagen, dass sie weggehen, wenn hier die AfD regiert."

Titelfoto: Matthias Bein/dpa

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