Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - Özdemir: Magdeburg darf kein "Vorort von Moskau" werden

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Magdeburg - Sachsen-Anhalt wählt am 6. September einen neuen Landtag. Das Ergebnis könnte knapp ausfallen und ein Machtwechsel bevorstehen.

In Sachsen-Anhalt steht am 6. September die Landtagswahl an.
In Sachsen-Anhalt steht am 6. September die Landtagswahl an.  © Matthias Bein/dpa

Nach einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD wird das Bündnis aus CDU, SPD und FDP, das derzeit regiert, womöglich nach der Wahl nicht wieder als solches zusammenkommen.

Stärkste Kraft wäre die vom Verfassungsschutz gesichert rechtsextreme AfD mit über 40 Prozent der Stimmen. Die Union und die Linke liegen auf Platz zwei und drei mit 23 und elf Prozent dahinter.

Ob SPD, BSW, Grüne und FDP es überhaupt in den Landtag schaffen, scheint derzeit völlig ungewiss. Momentan könnten sie an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern oder lediglich knapp darüber kommen.

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Sachsen-Anhalt Unfall Junger Motorradfahrer kommt von der Straße ab: Helfer können nichts mehr für ihn tun

Alle Entwicklungen rund um die Wahl in Sachsen-Anhalt lest Ihr im TAG24-Liveticker.

29. August, 7.10 Uhr: Cem Özdemir mit Warnung! Magdeburg darf kein "Vorort von Moskau" werden

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (60, Grünen) warnt vor einem stärkeren Einfluss Russlands, sollte die AfD Sachsen-Anhalt künftig regieren.

"Ich möchte, dass Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt bleibt und Magdeburg nicht ein Vorort von Moskau wird", sagte er dem "Tagesspiegel". In den kommenden Tagen will Özdemir seine Parteikollegen im Land im Wahlkampf unterstützen.

In den kommenden Tagen will Özdemir die Grünen in Sachsen-Anhalt im Wahlkampf unterstützen. (Archivbild)
In den kommenden Tagen will Özdemir die Grünen in Sachsen-Anhalt im Wahlkampf unterstützen. (Archivbild)  © Bernd Weißbrod/dpa

28. August, 21.10 Uhr: Ministerpräsident Sven Schulze glaubt, "Stimmung hat sich gedreht"

Der amtierende Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) sieht sich nach dem Wahlduell gegen Ulrich Siegmund (35, AfD) im Aufwind.

"Seitdem haben wir Unmengen an Menschen, die zu uns kommen", so der 47-Jährige beim Sommerfest der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Sachsen-Anhalt in Dessau.

Nach dem ZDF-Politbarometer wünschen sich 48 Prozent der Bürger lieber Schulze als Ministerpräsidenten. Nur 32 Prozent sähen Ulrich Siegmund lieber an der Spitze. "Ich glaube, die Stimmung hat sich gedreht", meinte Schulze am Freitag.

Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) beim Wahlkampf in Dessau.
Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) beim Wahlkampf in Dessau.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

28. August, 20.08 Uhr: Briefwahlunterlagen in Halle doppelt verschickt

In Halle wurden 1184 Briefwahlunterlagen doppelt gedruckt und verschickt. Die Unterlagen wurden ungültig gesetzt, sodass sie nicht doppelt gezählt werden.

Vor wenigen Tagen gab es einen ähnlichen Vorfall in Magdeburg, hier bekamen 440 Wähler ihre Wahlscheine zweimal. Alle Details lest Ihr im TAG24-Artikel "Noch eine Panne! Tausende Briefwahlunterlagen in Halle doppelt gedruckt".

28. August, 17.47 Uhr - Ulrich Siegmund: Zusammenarbeit von CDU und Linke stärkt AfD

Bei einem Bürgerforum in Hettstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz zeigte sich AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) gelassen über die bislang fehlende Mehrheit seiner Partei. Nach aktuellen Umfragen kommt die Rechtsaußen-Partei auf rund 40 Prozent der Stimmen.

In diesem Fall käme die CDU nicht an einer Zusammenarbeit mit der Linken vorbei, so Siegmund, "das geht ja gar nicht anders".

"Wir glauben auch nicht, dass diese Regierung besonders lange halten wird. Dann haben wir halt beim nächsten Mal 50 oder 55 Prozent", prophezeit der 35-Jährige.

Die Linke zeigte sich zuletzt offen für eine Zusammenarbeit mit der Union. Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) lehnte dies bislang ab.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) bei einem Bürgerforum am Freitag in Hettstedt.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) bei einem Bürgerforum am Freitag in Hettstedt.  © Hendrik Schmidt/dpa

28. August, 15.19 Uhr: Grüne wollen Teil der Regierung werden

Die Grünen wollen in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl verlässlicher Teil der Landesregierung sein.

"Wir machen das Angebot von Stabilität, wir machen das Angebot von sachlicher, konstruktiver Arbeit in der Mitte der Gesellschaft", sagte Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz (48) in Magdeburg, "Wir machen das Angebot natürlich, auch Sven Schulze vor uns herzutreiben bei bestimmten Themen."

Die Grünen hätten in der Kenia-Koalition von 2016 bis 2021 einst bewiesen, dass sie ein verlässlicher Partner seien, so die 48-Jährige und seien demnach der "Anker der Landtagsregierung" gewesen.

Bei der Wahlkampfaktion am Freitag war auch Ex-Vizekanzler Robert Habeck (56, Grüne) vor Ort.

Ex-Vizekanzler Robert Habeck (56, Grüne) unterstützte seine Parteikollegin beim Wahlkampf in Magdeburg.
Ex-Vizekanzler Robert Habeck (56, Grüne) unterstützte seine Parteikollegin beim Wahlkampf in Magdeburg.  © Heiko Rebsch/dpa

28. August, 13.07 Uhr: Linken-Spitzenkandidatin erwartet einen Regierungswechsel

"Die Landesregierung wird abgewählt werden", so die Fraktionschefin Eva von Angern (49) mit Blick auf die Landtagswahl am 6. September. "Wer glaubt, dass man einfach so weitermachen kann - auf Bundes- und Landesebene - der irrt", sagt sie.

Sollte es anschließend wieder einen CDU-Ministerpräsidenten geben, könne dieser aus ihrer Sicht aber nicht einfach weitermachen wie bisher. Die CDU werde voraussichtlich deutliche Verluste einfahren. Es müsse darum gehen, verlorene Wähler wieder zurückzugewinnen.

Eva von Angern (49) ist Linken-Spitzenkandidatin.
Eva von Angern (49) ist Linken-Spitzenkandidatin.  © Jan Woitas/dpa

28. August, 10.10 Uhr: 31 Prozent der Befragten noch ohne Wahlentscheidung

Knapp eine Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wissen laut dem ZDF-Politbarometer 31 Prozent der Befragten noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Bei der Frage, wen sie lieber als Ministerpräsidenten hätten, liegt CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze (47) mit 48 Prozent deutlich vor AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) mit 32 Prozent. Schulze und Siegmund erhalten bei der Bewertung auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf allerdings nur bescheidene Werte: Schulze kommt auf 0,1, Siegmund auf minus 0,4.

28. August, 8.58 Uhr: Linke zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit mit der CDU

Linke-Fraktionschef Sören Pellmann (49) hält nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine Zusammenarbeit mit der CDU für möglich. Denkbar sei etwa ein Tolerierungsmodell wie in Sachsen oder Thüringen.

Voraussetzung sei allerdings, dass die Linke in wichtigen politischen Fragen mitreden könne, wie etwa bei der Innenpolitik, Bildung und der gesundheitlichen Versorgung auf dem Land. Hintergrund sind die derzeit schwierigen Mehrheitsverhältnisse.

28. August, 6.31 Uhr: Razzia bei AfD-Landtagskandidaten in Sachsen-Anhalt

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Halle liefen die Durchsuchungen Donnerstagmorgen bis zum Mittag. (Symbolbild)
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Halle liefen die Durchsuchungen Donnerstagmorgen bis zum Mittag. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Kurz vor der Landtagswahl haben Einsatzkräfte im Zusammenhang mit dem Verbot der rechtsextremen "Artgemeinschaft" auch Objekte der AfD-Landtagskandidaten Simon Lansmann und Sebastian Koch durchsucht.

Insgesamt wurden 15 Objekte in fünf Bundesländern durchsucht. Beide Politiker weisen eine Verbindung zur "Artgemeinschaft" zurück.

Die Vereinigung vertrat eine völkisch-rassistische und antisemitische Ideologie und wurde 2023 vom Bundesinnenministerium verboten.

27. August, 14.25 Uhr: Wahl-O-mat mehr als 830.000 Mal aufgerufen

Das beliebte Online-Tool, womit Bürger ihre Interessen mit den Positionen der Parteien abgleichen können, wurde bis Mittwoch insgesamt 831.757 genutzt - so oft wie noch nie! Bei der vorherigen Landtagswahl in 2021 waren es nur etwa halb so viele Zugriffe.

Der "Wahl-O-mat" zeigt den Nutzern 38 Thesen, bei denen sie zwischen "Stimme zu", "Neutral" und "Stimme nicht zu" auswählen können. Anschließend werden die Antworten mit den Positionen der Parteien, die zur Wahl stehen, verglichen und zeigen, zu wie viel Prozent die Meinungen des Nutzers und der Parteien übereinstimmen.

Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

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