Nach CSD-Anschlag in Berlin: Sachsen-Anhalts MP fordert diese Konsequenzen

Von Inga Jahn

Magdeburg - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) hat nach dem CSD-Anschlag in Berlin einen deutlich konsequenteren Umgang mit radikalisierten Menschen gefordert.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) fordert nach dem CSD-Anschlag stärkere Konsequenzen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

"Wir dürfen nicht zulassen, dass hier Menschen leben, die unsere Kultur nicht akzeptieren", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Dass ein Mensch deutscher Staatsbürger sei, rechtfertige keinen milderen Umgang. "Das reicht mir ehrlich gesagt nicht mehr." 

Da eine Abschiebung im Fall von deutschen Staatsangehörigen nicht möglich sei, müsse über andere Maßnahmen, etwa Änderungen im Strafrecht, nachgedacht werden, sagte Schulze.

"Ich bin überzeugt, dass es andere Konsequenzen geben muss." Sein Ziel sei, dieses Thema auch in der Ministerpräsidentenkonferenz anzubringen, damit in den Ländern "eine andere Diskussion" geführt werde. Sachsen-Anhalt hat ab Oktober den Vorsitz der Konferenz.

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Bei einem Angriff mit einem Auto wurden am Samstagabend am Rande der Christopher-Street-Day-Feiern in Berlin eine Frau getötet und 29 weitere Menschen verletzt.

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Bei dem Anschlag auf den CSD in Berlin wurde eine Frau getötet, 29 Menschen wurden verletzt.  © Markus Lenhardt/dpa

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) spricht von einem islamistischen Terroranschlag.

Der 21-jährige Tatverdächtige, ein in Berlin geborener Deutscher mit libanesischen Wurzeln, wurde am Sonntagabend in einer Kleingartenanlage bei einem Polizeieinsatz getötet.

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