Pflegeplatz gesucht? Tausende nutzen Sachsen-Anhalts Online-Hilfe
Von Dörthe Hein
Halle - In den ersten Wochen ist Sachsen-Anhalts digitaler Pflegeplatzfinder schon mehrere Tausend Mal genutzt worden.
"Über die Webseite wurden bislang mehr als 9500 Suchanfragen, über die Apps zusammen mehr als 5700 Suchanfragen erfasst", teilte ein Sprecher der Unimedizin Halle mit. Dort ist das Landeskompetenzzentrum Pflege Digital Sachsen-Anhalt angedockt. Gezählt würden Suchvorgänge, nicht einzelne Personen.
Der Pflegeplatzfinder, den es als App und als Webanwendung gibt, war am 22. September gestartet. Pflegebedürftigen und deren Angehörigen soll er eine Übersicht über aktuell verfügbare Plätze in der Kurzzeit- und Langzeitpflege bieten.
Eine oft zeitaufwendige telefonische Abfrage soll damit entfallen. Die Einrichtungen sollen die Daten täglich aktualisieren. Nutzer geben ihren Ortsnamen oder die Postleitzahl ein und bekommen freie Plätze in ihrem Umfeld angezeigt.
Bis Mitte vergangener Woche waren 460 Einrichtungen aus Sachsen-Anhalt in der Anwendung vertreten, wie es hieß. "Das entspricht mehr als 85 Prozent der vollstationären Pflegeeinrichtungen im Land. Wir gehen davon aus, dass wir alle Einrichtungen bis Ende Oktober in der Datenbank/App haben."
Wie erfolgreich ist der Pflegeplatzfinder?
Die Anzahl der verfügbaren Kurz- und Langzeitpflegeplätze verändere sich fortlaufend, hieß es. Freie Plätze könnten jederzeit neu hinzukommen oder vergeben werden. Die Zahl der Meldungen lasse daher keinen direkten Rückschluss auf die Anzahl der tatsächlich verfügbaren Pflegeplätze zu.
"Seit Start des Pflegeplatzfinders liegen uns insgesamt 231 übermittelte Meldungen vor. Wir rechnen damit, dass alle bereits vertretenen Einrichtungen ihre Meldung zeitnah vornehmen und anschließend wie vorgesehen fortlaufend aktualisieren."
Darin enthalten seien sowohl Meldungen zu aktuell verfügbaren Pflegeplätzen als auch Rückmeldungen, dass derzeit keine freien Plätze vorhanden sind.
Wie erfolgreich der Pflegeplatzfinder am Ende ist, lässt sich schwer sagen: "Die Suchenden erhalten über die Plattform Informationen zu verfügbaren Plätzen und nehmen anschließend direkt Kontakt mit der jeweiligen Einrichtung auf", hieß es.
"Ob daraus letztlich eine Aufnahme beziehungsweise Belegung des Pflegeplatzes entsteht, wird nicht über den Pflegeplatzfinder erfasst."
Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

