Halle (Saale) - Die Landespolizei Sachsen-Anhalt geht neue Wege beim Versuch, ungelöste Kriminalfälle, sogenannte Cold Cases, endlich aufzuklären. Bei einem "True-Crime-Hackathon" sollen interessierte Zivilisten mit verschiedensten Hintergründen anhand realer Fälle mit ihren Ermittlungsansätzen dazu beitragen, endlich Licht ins Dunkle zu bringen.
Der Begriff "Hackathon" stammt aus der IT-Branche und ist eine Kombination aus "Hacking" und "Marathon". Zumeist arbeiten Menschen mit verschiedenen Expertisen dabei gemeinsam an bestimmten Herausforderungen, mit dem Ziel, innovative Lösungen zu entwickeln.
"Oftmals braucht es einen neuen Blick auf bekannte Fakten", erklärt Polizeioberrat Henry Dieringer, als Leiter der Projektgruppe. "Mit dem True-Crime-Hackathon möchten wir das Wissen und die Kreativität engagierter Menschen nutzen, um Ermittlungen neue Ansätze zu geben."
Die Teilnehmenden sollen dabei über zehn Stunden hinweg an anonymisierten Cold Cases sowie an Fällen aus den Bereichen Cybercrime und Personenfahndung arbeiten.
Anmeldefrist endet am 31. Juli - Teilnahme ab 18
Gesucht werden engagierte Menschen ab 18 Jahren, die Interesse an Ermittlungsarbeit haben, Spürsinn, Kreativität sowie Recherchegeschick mitbringen und beispielsweise aus den Bereichen Informatik, Data Science, Geoinformatik, Psychologie, Verhaltensanalyse, Rechtswissenschaften, Statistik, Mathematik, Rechtswissenschaften oder Sozialwissenschaften kommen.
Auch andere Expertisen seien jedoch gerne willkommen, Vorkenntnisse zur Polizeiarbeit dabei nicht erforderlich.
"Entscheidend sind Neugier, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, gemeinsam strukturiert an komplexen Fragestellungen zu arbeiten", heißt es.
Noch bis Ende Juli sind Bewerbungen für den True-Crime-Hackathon möglich, der am 25. September von 9 bis 19 Uhr auf dem Weinberg-Campus in Halle (Saale) stattfinden soll. Anmelden könnt Ihr Euch über ein Online-Formular.