Traditions-Unternehmen aus dem Harz ist pleite: Wie geht es mit den Würstchen weiter?
Von Dörthe Hein
Halberstadt - Die Liquidität war zuletzt schon extrem schwierig im Produktionsbetrieb der Halberstädter Würstchen, jetzt hat die Halberstädter Konserven GmbH ein Insolvenzverfahren beantragt.
Das Amtsgericht Magdeburg ordnete eine vorläufige Insolvenzverwaltung an, wie aus dem Portal insolvenzbekanntmachungen.de hervorgeht.
Der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) zufolge steht die Produktion seit dieser Woche still. Die Geschicke liegen nun in der Hand der Magdeburger Anwältin und Sanierungsexpertin Karina Schwarz.
Die Eigentümerfamilie hatte im April mitgeteilt, sie suche für den Produktionsbetrieb der Halberstädter Würstchen samt Marke Käufer. 35 Jahre hatte sie das Unternehmen geführt.
Prokuristin Silke Erdmann-Nitsch hatte gesagt: "Die Liquidität ist extrem schwierig". Die Finanzierung habe nicht funktioniert.
Die Unternehmensgruppe, zu der auch ein Hotelbetrieb gehört, hat den damaligen Angaben von Erdmann-Nitsch zufolge rund 150 Mitarbeiter.Umsatzzahlen nannte das Unternehmen nicht.
Die Unternehmensgruppe rund um die Halberstädter Würstchen war von gestiegenen Energie-, Fleisch- und Personalkosten getroffen gewesen.
Das Unternehmen hat eine mehr als 140 Jahre lange Tradition und verkauft Fleisch- und Wurstkonserven, frische Produkte sowie Suppen und Fertiggerichten.
Titelfoto: Matthias Bein/dpa
