So viele Menschen kamen in Sachsen-Anhalt bei Arbeitsunfällen ums Leben
Von Dörthe Hein
Halle - Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Sachsen-Anhalt ist nach einem vergleichsweise hohen Stand im Jahr 2024 wieder deutlich gesunken.
Das Landesamt für Verbraucherschutz in Halle registrierte 2025 vier Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. 2024 waren es zwölf gewesen, ähnlich viele waren es zuletzt im Jahr 2013 und davor. Grundsätzlich ist die Zahl der tödlichen Unfälle in Deutschland wie auch in Sachsen-Anhalt rückläufig.
Die Arbeitsunfälle sind unerwartet und drastisch. Das spielte sich laut dem Landesamt bei den Vorfällen im vergangenen Jahr ab:
Im Februar wird in einer Werkstatt ein Mann beim Ölwechsel an einem Lkw vom abgeklappten Führerhaus eingeklemmt.
Im März wird ein Mensch bei Fällarbeiten von einem fallenden Baum erschlagen.
Im April will jemand ein Schiebetor manuell bewegen, es kippt und klemmt den Mann ein.
Im November stürzt eine Decke bei Abrissarbeiten ein und erschlägt eine Person.
Was sind Ursachen für tödliche Arbeitsunfälle?
Die Frage nach den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle lasse sich nicht pauschal beantworten, so der Sprecher des Landesamts. "Im Regelfall spielen mehrere Faktoren wie fehlende betriebliche Regelungen, fehlende Unterweisung, technische Mängel und persönliches Fehlverhalten zusammen."
Gesondert wird der Bereich Bergbau erfasst. Das zuständige Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt erklärte, die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle im Bergbau seien sogenannte SRS-Unfälle: Stolpern, Rutschen oder Stürzen.
Den jüngsten tödlichen Arbeitsunfall habe es am 17. September 2025 gegeben.
Titelfoto: David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tmn